Label: Independent
Stil: Death-Grind Metal
VÖ: 27.01.2017
Die Kanadier reichern ihren Death Metal, der starke Grindeinflüsse besitzt, mit symphonischen Elementen in Form von orchestralen Klangteppichen und epischen Sounds an.
Nachdem ich mich zudem näher über die Band informierte, wurde mir auch klar, warum die sieben Stücke des vorliegenden Debut-Albums so ausgefeilt sind und wohl arrangiert daher kommen. Die Bandmitglieder können sich jahrelange Erfahrung in kanadischen Metalbands auf die Fahnen schreiben und spielen ihre Erfahrung hier voll aus. Die sieben Stücke wirken unterhaltsam und professionell aufgenommen und produziert. Metallische Riffs aus der Neo Thrash Ära der Endneunziger Jahre kombiniert mit metallischem Hardcoregebell und Blasts mit ordentlich Keyboards. So haben sich die Kanadier ihre Niesche eingerichtet.
Doch das Gesamtbild bleibt trotz allem Tamtam und der Raserei merkwürdig blass. Hinzu kommt noch, dass ich keinen Schimmer habe, was die Herren mir sagen wollen. Im Bandinfo frotzelt man daher wie eine pubertierende Viking Metaltruppe und klingt dann wie ne erwachsen gewordene Metalcoreband, die es zumindest songwriterisch voll drauf hat.
Nun ja, der Ansatz mit symphonischen Elementen zu arbeiten ist wirklich interessant und gut umgesetzt. Leider sind die Streicher oftmals sehr laut und zu dominant und fiedeln so vor sich hin.
Im Gros der harten, modernen Metalbands werden es die Kanadier mit ihrem Debut schwer haben und kommen gefühlte hundert Jahre zu spät. Zu viele Bands veröffentlichen im Sekundentakt gleichwertige Alben mit mehr Songs und besseren Hooks. Denn das ist auch ein Manko der Tracks.... nix bleibt hängen. Gute Ideen machen noch keinen Song. Und wenn man schon mit überfrachteten und vielschichtigen Sounds arbeiten will, sollte man mal bei Emperor Probe hören, wie das so gemacht werden kann.
Es ist eine zwiespältige Angelegenheit dieses Album zu bewerten. Die Musiker beweisen ihr Können mit guten Songs, aber das allein genügt nicht, um den Zuhörer zu bannen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Bewertung: 6,0 von 10 Punkten
Tracklist:
1. Blood Bath Ritual
2. Nebula
3. Brave New World
4. Red Nile
5. Celtic Winter
6. Luiform
7. Apollo

