Alben des Jahres 2025

DIE Alben DES MONATS (02/26)

Aktuelle Reviews

Q&A - Die Interviews

Tales from the hard side

Wir hörten früher gerne

So fing alles an

CD-Reviews H-J

IRKALLA – Skyshatter (2026)

(10.117) Phillip (7,0/10) Melodic Thrash/ Black Metal


Label: D.I.Y.
VÖ: 13.03.2026
Stil: Melodic Thrash/ Black Metal







Ich möchte grundsätzlich hervorheben, dass es beileibe nicht einfach ist, nicht nur ein komplettes Album selbst zu schreiben, sondern dieses auch noch praktisch komplett alleine einzuspielen. Ja, hier sind die Drums programmiert – aber was will man machen, wenn grad kein fähiger Schlagwerker greifbar ist? Gemixt wurde Skyshatter dann obendrein auch noch von Alleinunterhalter Matej Kollar. Ein Hans Dampf in allen Gassen sozusagen. Da es allerdings unverschämt ist, überbordend viel Talent in so zahlreichen Bereichen an den Tag zu legen, muss sich Herr Kollar vermutlich auch gedacht haben, dass wenigstens das Coverartwork maximal lumpig aussehen soll. Das Teil wirkt wie bei einer spontanen Pisspause an einem schicken Bach, auf dem Weg zur Oma, entstanden. Also bitte, das geht besser. Auch die Internet-Präsenz könnte, zum Beispiel in Form einer Bandcamp- oder Ampwall- Kontos, sehr gerne eine Erweiterung vertragen.

Doch nun zum Wesentlichen: Musik! Hier wird es streckenweise kniffelig bis zwiespältig. Denn bereits im Opener Skyshatter wird schnell deutlich, dass Vocals nicht die Stärke von Irkalla sind. Zwar ist in den Bereichen Lyrik und Kadenz viel Arbeit geflossen, doch klingt der gute Mann, als würde ein an Bronchitis erkrankter Jon Nödtveidt durch eine Talkbox singen, die an einen rauschenden Verstärker angeschlossen ist.

Gut, hätten wir das. Das musste unbedingt raus, um direkt die nächste Brücke zu Dissection zu schlagen, denn sehr viele Details aus der Gitarrenarbeit und dem Arrangement erinnern an deren The Somberlain, und zwar ohne zu kopieren (As Stars Rearrange). Hier ist die deutliche Stärke von Irkalla auszumachen! Mühelos schafft er den Spagat zwischen straightem Rocker und hochmelodischem Highspeedsolo, ohne dass der Song an Struktur verliert (Relluminated). Generell ist die Gitarrenarbeit ausnahmslos hervorzuheben! Immer wieder erwische ich mich genervt von der Stimme, nur um dann ein paar Sekunden später von der Kunst am Sechssaiter verzaubert zu werden (Irkalla). Was hier an Kreativität und Abwechslungsreichtum sprudelt hat es eigentlich verdient nochmal professionell von Jemanden mit entsprechend stimmlichen Black Metal- Background eingesungen zu werden.

Dieser Eindruck ist, was mich so zwiespältig zurücklässt. Da ist es auch nicht besonders förderlich, nach einem akustischen Interlude ein acht Minuten-Epos (Weltenbruch) auf Deutsch zu intonieren. Selbstverständlich erkenne ich die Ambition dahinter ohne jeden Zweifel an, doch haben grade deutschsprachige Texte in diesem Zusammenhang stets einen leicht kitschigen Beigeschmack, wenn man die Nummer nicht mit glaubhafter Inbrunst und Überzeugung absolviert. Und hier kommt es mir so vor, als wisse Matej Kollar um seine Schwäche. Denn im Gegenzug zur Vocalperformance setzt die Gitarre nach dem kurzen akustischen Mittelteil zum großen Finale an und weiß so letzlich über das komplette Album zu überzeugen!

Also: Wer auf der Suche nach Ein-Mann-Projekten ist, die heftig geile Gitarren am Start haben, oder generell Mucke sucht die den Hard Rock- Anteil von Reinkaos mit der freigeistigen Unbekümmertheit von The Somberlain verknüpft (um mal die großen Namen zu bedienen), der ist hier richtig und überhört einfach die Vocals. Glaubt mir, für die Gitarren lohnt sich das!

Anspieltipps:
🌟 As Stars Rearrange
🎸 Relluminated
🔥 Irkalla 


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Skyshatter 
02. As Stars Rearrange 
03. Darkreign
04. Relluminated 
05. Of Sinister Devotion 
06. Irkalla
07. Awaiting
08. Weltenbruch



SOCIAL MEDIA

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

MERCH

70.000 Tons 2024

The new breed

GROTESQUE GLORY

mottenkiste

P P P

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Unsere Partner

Join the Army

Damit das klar ist