Label: Pulverized Records
VÖ: 23.06.2017
Stil: Death Metal
Eigentlich möchte die Autorität einer Band wie Desultory nicht dadurch schmälern, dass ich sie an anderen Bands messe. Aber dennoch: Selten habe ich eine derart gelungene Symbiose aus alten Dismember und At The Gates gehört wie auf dem aktuellen Longplayer „Through Aching Aeons“. Messerscharfe Old-School-Riffs treffen auf harmonische Melodic-Death-Metal-Parts treffen auf Blastbeats und Uffta-Uffta-Schwedentod. Besonders hervorstechend finde ich den absolut treibenden und pumpenden Basssound- leider wird dieses Instrument nur selten so hörbar in den Vordergrund gemixt. Und überhaupt: Der gesamte Sound klingt sehr nach Schwedenstahl der Neunziger Jahre und katapultiert das Energielevel der Songs nochmals auf ein höheres Level. Von Desultorys zwischenzeitlichen Ausflügen in Rock- und Grungegefilden ist nichts mehr zu hören, die Leichtigkeit und Unbekümmertheit, mit der die neuen Kompositionen rübergebracht werden, deutet jedoch auf musikalische Reife und einen erweiterten Horizont der Band hin. Größter Wermutstropfen ist die Tatsache, dass Desultory sich mit diesem starken Album verabschieden wollen. Ich hoffe sehr, dass diese Entscheidung nochmals überdacht wird.
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Silent Rapture
02. Spineless Kingdom
03. Through Aching Aeons
04. In This Embrace
05. Beneath The Bleeding Sky
06. Slither
07. Divine Blindness
08. Breathing The Ashes
09. Our Departure

