Label: Eigenproduktion
VÖ: 01.12.2016
Stil: Viking/Pagan/Melodic Death Metal
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Da schaut man mit der Freundin die 4. Staffel Vikings, man ist sehr gefesselt und da kam mir das neue Album von Durothar mehr als gelegen. Was die Truppe aus dem hohen Norden (naja, Hamburg) hier produziert hat ist in meinen Augen einfach gigantisch.
Schritt für Schritt (wortwörtlich) startet Durothar mit „Mittwinter“. Kräftige Riffs, knallende Drums und kriegerisch dröhnende Vocals, im Refrain als kleiner Männerchor, lassen einen das Blut in den Adern gefrieren. Es hört auch nicht auf. Durch das ganze Album zieht sich ein roter Faden, sowohl auf die Lyrics, die sich im Grunde ausschließlich mit dem Kampf und die Seefahrt befassen, als auch auf instrumentelle Weise. Trotzdem ist jeder einzelne Song unterschiedlich, manch einer stellenweise etwas ruhiger, aber nur etwas und es passt einfach. Hinzukommen die schon erwähnten kräftigen Riffs, die von Titel zu Titel immer abwechslungsreich sind. Im Gegensatz dazu fehlt es an der Variabilität des Rhythmus der Stimme, etwa wie ein gleichbleibender Reim, doch hier muss ich einfach sagen, da kann man, betrachtend im Gesamtbild, sehr gut drüber hinwegsehen. Viele besondere Einfälle, wie anfangs das hören von Schritten und knarren einer Tür, ein kräftiges „Mann über Bord“ am Anfang des gleichnamigen Songs oder das kreischen der Möwen in „Die Vogelinsel“ bleiben aus, viel mehr brauch ich auch nicht haben. Das Instrumentale und die Vocals sprechen für sich und reichen vollkommen aus.
Was gibt es am Ende noch zu sagen? Durothar hat mit diesem Album ganz einfach die Stimmung des kämpferischen Wikingerdaseins super getroffen, wenn man auch mehr dieser Kultur zusprechen könnte, z.B. Themen der nordischen Mythologie. Hat mir aber überhaupt nicht gefehlt, da die Geschichten der wohlbekannten Arsen sehr oft von ähnlichen Bands aufgegriffen werden. Das Album kann man ganz gepflegt durchlaufen lassen ohne auf „Nächster Titel“ drücken zu müssen. Einfach klasse.
Einfach die Augen schließen, schon bilden sich Kampfszenen an den majestetischen Fjorden von ganz allein. Das Schlagen von Äxten, das Schmettern der Schilde, das reisen der Schiffe auf schwerem Wellengang... Durothar erweckt die Vorstellungen zum Leben! In diesem Sinne Skål!
Bewertung: 9,9 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Mittwinter
02. Heimathafen
03. Beutefahrt
04. Auf See
05. Mann Über Bord
06. Die Vogelinsel
07. Immer Weiter
08. Das Fremde Land
09. Ein Fest
10. Im Bauch Des Drachen (Bonus)
DUROTHAR – Auf See (2016)
(3.492) - Luke (9,9/10) Viking Metal

