Label: Code666 Records
VÖ: 14.04.2017
Stil: Depressive Black Metal
Erneut verschlägt mich meine musikalische Reise auf die Insel von Eis und Feuer, nach Island. Eigen wie dies Land selbst sind auch seine Musik und seine Bands. Im vorliegenden Falle von DYNFARI treffen auf dem Konzeptalbum „The Four Doors of the Mind“ eine Vielzahl von Genres und Stilen aufeinander. Mal ergießt sich ein kalter Black Metal Schauer, dann verliert man sich auf einer endlosen, doomigen Steppe im Nirgendwo. An anderer Stelle rockt sich die Musik düster davon. Auf jeden Fall ist ein Element zu jeder Zeit präsent: Emotion.
Das Konzept der Scheibe befasst sich mit der Autoimmunerkrankung von Sänger/Gitarrist Jóhann Örn, weshalb Leid und Schmerz prägnante Eckpfeiler der Gefühlswelt von „The Four Doors of the Mind“ darstellen. Und ebenso wird dies also vertont. Die Band nutzt ein umfangreiches Spektrum an Stilmitteln um den Hörer emotional zu erreichen. Auch die Abgrenzung dieser Geschichte in die vier Phasen „Sleep“, „Forgetting“, „Madness“ und „Death“ soll dazu beitragen, den Leidensweg mitzugehen. Ein wenig erinnert dies an das Werk „IIII“ der deutschen FARSOT, welche auch gern als musikalischer Vergleich herangezogen werden dürfen.
„The Four Doors of the Mind“ ist in der Tat ein sehr berührendes Stück Musik geworden und sollte auch eher als Gesamtwerk und nicht losgelöst gehört werden. Nur so wird sich wohl die Kraft der übertragenen Gefühlen vollends entwickeln können. Ein jeder, der vom depressiven Black Metal von Bands wie HARAKIRI FOR THE SKY oder KARG oder auch der Emotionalität von ALCEST nicht genug bekommt, sollte sich diese Scheibe einmal zu Gemüte führen.
Bewertung: 8 von 10 Punkten
Tracklist:
1. The Four Doors of the Mind
2. 1st Door: Sleep
3. Sorgarefni segi eg þér
4. 2nd Door: Forgetting
5. Sorg
6. 3rd Door: Madness
7. Bikarinn
8. 4th Door: Death

