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AETHER – Ego Vitium Sum (2018)

(4.907) - Schaacki (8,2/10) Black Metal

Label: Pest Productions
VÖ: 15.08.2018
Stil: Black Metal (mit depressiver Note)

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Wenn eine vermeintlich unbekanntere Band dieser Tage ihr Debüt vorlegt, will man meinen, die Truppe wäre noch recht frisch dabei. Doch manche Zeitgenossen brechen eben einfach nichts übers Knie und präsentieren erst dann der Öffentlichkeit ein Werk, wenn sie nach vielen Jahren das erschaffen haben, worauf sie lang hingearbeitet haben. Dies gilt vermutlich auch für die in Nürnberg ansässigen AETHER, die bereits im Jahre 2006 von Gitarrist Aer und Sänger Eternal gegründet wurden. Doch was genau haben die zwei – und ihre Mitstreiter – da nun nach 12 Jahren kreiert?

Der Klang des Quintetts zeigt sich von Beginn an sehr gefühlvoll. Der Opener „Weltverderben“ schießt also nicht gleich los, sondern wird mit einem längeren Keyboard Intro auf die Reise geschickt. Diese entwickelt sich als bald zu einem atmosphärischen Trip zwischen Wahn und Sehnsucht – jedenfalls sind das die Emotionen, die diese Musik bei mir weckt. Unter anderem liegt das sicherlich am markanten Klagegesang von Eternal, der seinem Namen alle Ehre macht, klingt er doch, als würde er den Schmerz einer ganzen Unendlichkeit mit sich tragen. Was manch einem damit vielleicht etwas zu – pardon – weinerlich beim Lesen erscheinen mag, der sollte schon jetzt direkt einmal reinhören. Denn in Verbindung mit den tollen Gitarren, die eine anhaltende Atmosphäre erzeugen, schafft dieser Gesang ein schönes Gesamtbild und stellt sich außerdem nicht in den Vordergrund sondern bindet sich ein. Er mag vielleicht etwas Eingewöhnung bedürfen, trägt zum großen Ganzen aber einen wesentlichen Teil bei.

Neben der angeschnittenen starken Gitarrenarbeit sei auch ein gezielter Vermerk Richtung Bass erlaubt. Auch dieser hat entscheidenden Anteil am Klangkonstrukt. Als Beispiel eignet sich perfekt das folgende „Narben sind Erinnerung“. Egal ob er gemütliche, aber prägende Einzelnoten wie im gelungenen Intro spielt oder mit seinen sechssaitigen Kollegen flott davon zieht, es macht Spaß ihm zuzuhören. Aber von diesem Herren halte ich sowieso viel, konnte er mich doch schon als Fronter von KRATER mehrfach überzeugen.

Apropos: Sowohl die „Herkunft“ als auch das Prädikat „Überzeugend“ teilt mit diesem Mann sein Kollege am Schlagzeug, der (zumindest bei mir) ebenso für seine Taten bei KRATER schon reichlich Lorbeer ernten konnte. Und auch hier, um auf AETHER zurückzukommen, mauert er ein mächtiges und erhabenes Fundament, auf dem ein wirklich anseh- bzw. hörbares Gebilde steht.

Unterm Strich ist also zusammenzufassen: sehr gute, eindringliche Gitarren und ein starker, auffälliger Bass treffen auf einen eigenständigen, fesselnden wie zermürbenden Gesang und all dies wird untermauert von einem verdammt tighten Drumming. Während ich neulich noch davon sprach, dass der eher depressive Black Metal mich nicht zu jeder Zeit abzuholen vermag, so muss ich doch zugeben, dass die recht düster-traurigen Kompositionen von „Ego Vitium Sum“ mir doch auf Anhieb gefallen und ich hier sicher öfter reinlauschen werde, was vielleicht auch am sehr organischen und differenzierbaren Sound liegt, der es ermöglicht, die Spuren jedes Instruments weiter zu ergründen.

Bewertung: 8,2 von 10 Punkten

Tracklist:
1. Weltverderben
2. Narben sind Erinnerung
3. Siechengang
4. Meministine?
5. Stella Nova
6. Des Weges Ende

 


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