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NECROFIER – Transcend into Oblivion (2026)

(10.090) Schaacki (6,9/10) Black Metal


Label: Metal Blade Records
VÖ: 27.02.2026
Stil: Black Metal






Mit Transcend into Oblivion veröffentlichen Necrofier nach einer EP und zwei Langrillen bereits ihr drittes Album. Als eine Band, die sich im Jahre 2018 gegründet hat, kann man also wohl von recht fleißigen Musikern sprechen, zumal die vier Herren in noch so einigen anderen Bands unterwegs sind. Da diese Projekte auch genre-technisch breit aufgestellt sind, überrascht es nicht sehr, dass Necrofier auch hier und da Nuancen verschiedener Metal- Subgenres durchblitzen lassen. Die Basis dieser Band aber bleibt klar dem Black Metal zuzuordnen. Und auch wenn der Begriff „Melodic“ an manchen Stellen zu lesen ist, so sollte man diesen nicht überstrapazieren, nur weil die Herren aus Houston diverse Spielereien zulassen.

Transcend into Oblivion zeigt nämlich in erster Linie eine sehr ruppige, aggressive Linie auf. Die Gitarren bauen sich zu einer heftigen Wall of Sound auf. Einerseits ist diese ziemlich dicht und stark gesättigt, andererseits prescht hier so viel auf den Hörer ein, dass es nicht immer einfach ist, sich an gewisse Hooks zu klammern. Böse Zungen würden vielleicht von einem „Soundbrei“ sprechen, so hart will ich es aber nicht ausdrücken. Dennoch möchte ich mich mit Attributen wie „differenziert“ oder „akzentuiert“ zurückhalten.

Das macht den Genuss des neusten Outputs der Texaner etwas behäbig. Grundlegend ist es ja herrlich, wenn man als Black Metal- Fanatiker ordentlich eins um die Ohren gehauen bekommt, doch bei allen Ambitionen und Ideen, die die Band unter einen Hut bringen möchte, vermisse ich gewisse Strukturen, Eckpfeiler, die mich wie ein roter Faden durch den Song leiten. Transcend into Oblivion möchte manchmal einfach zu viel auf einmal. Dies führt dazu, dass im Rahmen dieser Reizüberflutung die Songs die Fähigkeit verlieren, sich wirklich voneinander abzuheben und richtig hängen zu bleiben.

Im Aufbau enthält das Album dagegen eine klare Struktur: Drei Kapitel mit jeweils drei Songs werden durch Akustik-Interludes voneinander getrennt. Da die Herangehensweise beim Songwriting ansonsten aber recht identisch bleibt, sorgen diese erzeugten Aufteilungen jedoch auch nicht für besondere Differenzierungen. Vielleicht hätte es der Scheibe gutgetan, die vielen Ideen der Musiker durch eben jene Gliederung zu ordnen.

Ja, leider leider habe ich an diesem Album ganz schön zu nörgeln – und es ärgert mich selbst, da es grundsätzlich schon mehr als nur solide ist, was Necrofier hier anbieten. Das Können des Quartetts ist nicht von der Hand zu weisen und, wie schon mehrfach betont, fehlt es ihm nun wirklich nicht an Ideen. Der Sound ist gewaltig; es schiebt, es rumpelt, die Gitarrenwände sind druckvoll und die Stimme ist schön garstig. Doch – und auch da wiederhole ich mich – fehlt es mir an Klarheit und Nachvollziehbarkeit. Vereinzelt wird die Flut auch mal gebremst und ich kann der Truppe wieder besser folgen, aber häufig hält der Spaß nicht allzu lange an und ich werde wieder von einem Klangspektrum im Übermaß überschüttet, was meine Hörfreude oftmals von „angetan“ in „angestrengt“ kippen lässt.

Sicher wird es eine Menge Menschen geben, die dennoch Gefallen an Transcend into Oblivion finden werden. All jene, die die von mir eben aufgezählten Stärken mögen und denen es völlig reicht, wenn eine Stunde lang volles Rohr auf sie gefeuert wird, werden ihren Spaß am neusten Werk der Texaner haben. Und vielleicht ist es auch einfach das Format, das – zumindest für mich – nicht optimal gewählt ist. Eventuell hätte die Scheibe in Form von EPs besser funktioniert. Aber all dies ist nun mal Konjunktiv und ich muss bewerten, was mir vorliegt – und das ist ein heftiger Angriff auf eure Gehörgänge. Mancher wird es mögen, mancher vielleicht gar lieben und manch einer, so wie ich, etwas damit hadern. Eine Kostprobe ist das Teil aber allemal wert.

Anspieltipps:
🌑 Servants of Darkness, Guide My Way III
👿 Horns of Destruction
🔪 Lift My Blade III


Bewertung: 6,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Fires of the Apocalypse, Light My Path I
02. Fires of the Apocalypse, Light My Path II
03. Fires of the Apocalypse, Light My Path III
04. Behold, the Birth of Ascension
05. Servants of Darkness, Guide My Way I
06. Servants of Darkness, Guide My Way II
07. Servants of Darkness, Guide My Way III
08. Mystical Creation of Enlightenment
09. Horns of Destruction, Lift My Blade I
10. Horns of Destruction, Lift My Blade II
11. Horns of Destruction, Lift My Blade III
12. Toward the Necrofier




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