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CRYPT CRAWLER – To The Grave/ Blood Sustenance (2026)

(10.194) Phillip (7,0/10) Death Metal


Label: F.D.A. Records
VÖ: 17.04.2026
Stil: Death Metal






Nein, ihr seid nicht durch eine Art Zeittor getreten und irgendwie wieder im Jahr 2019 gelandet. Den fix gesponnenen Plan, möglichst viel Toilettenpapier zu horten, im Wissen, was nächstes Jahr kommt, um damit stinkreich zu werden, könnt ihr auch streichen. Tut mir wirklich leid. Aber wie ist es sonst zu erklären, dass Qualitätsgarant F.D.A. Records dieses Debut der australischen Death Metal- Formation Crypt Crawler sieben Jahre nach Erscheinen erneut herausbringt? Vielleicht ja, weil man irgendwo anfangen muss, sind die Releases der Men from a Land Down Under nämlich zumeist im D.I.Y.- Verfahren veröffentlicht worden. Das kostet Zeit und Nerven und vor allem auch Geld, zumal das aus Perth kommend jetzt auch nicht viel einfacher ist. Ohne kräftige Promotion geht da global eher begrenzt was.

Daher klatschen uns Crypt Crawler auf To The Grave wuchtigen Death Metal um die Ohren, der auch im Jahr 2019 bereits unpoliert aus den Boxen drückte und zu heute kein bisschen aufpoliert wurde. Zum Glück, möchte man meinen, denn Old School Death Metal braucht den gewissen Haufen Dreck, um zu funktionieren. So brettern Groove-Granaten wie An Exorcism, Dig up the Dead oder auch der Titeltrack To The Grave wunderbar eingängig in die Lauschapparate.

Eine äußerst knackige abgemischte Rhythmusfraktion gibt vernünftig den Ton an, grundsolide, keine Experimente oder Spielereien, wohl aber mit einem Hang zum 2019 aktuellen Hardcore- Einfluss. Dieser ist in den häufig leider etwas stumpf bratenden Gitarren eher selten zu finden, nur kommen die mir halt eben nicht genügend zur Geltung. Die Vocals werden ebenso grundsätzlich solide abgeliefert, können sich zwischen kraftvollen Shouts und unausgegorenen wirkenden Slam-Growls aber nicht entscheiden. Sei’s drum, aus diesen Gründen lernt man sowas ja und siehe da, auf aktuellen Werken wie The Immortal Realm klingt Marco Ieritano deutlich gefestigter.

Im Grunde ist das hier als eine solide Werkschau im Was-einmal-war-und-wohin-es-ging-Segment. Dabei hätte man es auch belassen können, denn die als Bonus angehängte EP ist ziemlich überflüssig und versucht modernen Sound mit klassischem Old School vergeblich zu verbinden und klingt dabei gleichzeitig zu gezwungen und zu unfokussiert. Aber irgendwas muss ja auch eine Neuauflage rechtfertigen und, wie gesagt, am urwüchsigen Sound des Ausgangsalbums muss man nicht zwingen rumdoktern. Für Komplettisten ein nettes Bonbon, für Trüffelschweine ein Tuber aestivum und für alle anderen eventuell ein netter Appetizer, der Bock auf die neueren Werke von Crypt Crawler macht.

Anspieltipps:
An Exorcism
🗡 Skinned Alive
👊 To The Grave


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

To The Grave:
01. Promesse Battesimali
02. An Exorcism
03. Skinned Alive
04. Cremator
05. Flesh Obsessed
06. Dig Up The Dead
07. Not Of This World
08. Soul Harvester
09. Bloodletting
10. To The Grave
11. The Surgery Begins 

Blood Sustenance – EP (Bonus):
01. Vengeance for the Unborn
02. The River of Blood
03. Decaying Host
04. This Once Holy Ground



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