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DEVASTATOR – Conjurers Of Cruelty (2024)

(8.782) Maik (9,0/10) Blackened Thrash Metal


Label: Listenable Records
VÖ: 01.03.2024
Stil: Blackened Thrash Metal






Ich kann es nicht leugnen, aber mit schwarz angemaltem Thrash hat man mich immer am Haken, und wenn dann noch eine Prise Punk’n’Roll mit reinspielt, läuft mir der Sabber aus den Lefzen, dass der regnerische November 2023 dagegen wirkt wie eine Dürreperiode.

Die Briten von DEVASTATOR haben sich genau dieser Rezeptur bedient und den hier schreibenden Rezensenten zu abwechselndem Headbanging und verzückt grinsender Glückseligkeit genötigt. Gelegentliche Tippfehler bitte ich dieser Tatsache zuzuschreiben. Nach einem Intro braten die Kollegen auch gleich den Titelsong in den Horchpfannen, der sogleich reinflutscht wie ein Medium gebratenes Steak.

„M.P.D.S.!“. Dieser Ruf am Anfang von „Black Witchery“, welches an den Beginn von DARKTHRONEs „Those Treasures Will Never Befall You“ erinnert, bezeichnet nicht das gleichnamige Reinigungsgerät von Kärcher, sondern eine Vereinigung, die seit einigen Jahren als „Metal Punk Death Squad“ unterwegs ist. Passend dazu kommt hier die Punk’n’Roll- Attitüde besonders stark zum Tragen. Dazu erinnert mich der Track an „Szex Witchery“ von MIDNIGHT, deren letzte Platte ich ebenso abgefeiert habe.

Dagegen atmet „Ritual Abuse (Evil Never Dies)“ wieder mehr schwarzmetallische Luft, während „Walpurgisnacht“ seine Inspiration definitiv bei VENOM, alten SODOM und Bands wie TOXIC HOLOCAUST oder HELLRIPPER holt. Und CELTIC FROST natürlich. Das „uhhh“ zu Beginn und die Erwähnung von „Morbid Tales“ im Text sprechen Bände.

Das mit orgiastischem Geschrei eingeleitete „Necromantic Lust“ thrasht sich mit Vehemenz durch die Lasterhöhlen, während die folgende „Deathspell Defloration“ zumeist schleppend, schleifend einhergeht. Doch zum Ausruhen bleibt keine Zeit, denn das rasende „Bestial Rites“ nimmt euch auf eine gewaltige Achterbahnfahrt durch sägende Riffs, pumpende Drums und fiesliches Geschrei mit.

Ja, ich könnte noch über die restlichen Songs schwärmen, doch würde dies wohl zu weit führen. Ich weiß, dass diese Mucke so originell ist wie Gedächtnislücken bei Olaf Scholz, aber solche Mucke macht mir einfach Spaß ohne Ende, und das sollte doch das Anliegen von Musik, speziell Metal, sein. Und diesem Anspruch werden DEVASTATOR definitiv gerecht. Wer die nächste Drecksauparty ausrichten möchte, und neben MIDNIGHT, TOXIC HOLOCAUST, DESASTER, BITCHHAMMER, INTÖXICATED und Co. sowie den Klassikern von DESTRUCTION, SODOM und VENOM noch mehr zur Beschallung sucht, sollte sich schnellomat „Conjurers Of Cruelty“ eintüten.

Anspieltipp: „Black Witchery“ und „Walpurgisnacht“


Bewertung 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST



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