SPEED STROKE – Damage Control (2026)
(10.379) Maik (8,0/10) Hard Rock/ Sleaze Metal
Label: Scarlet Records
VÖ: 21.08.2026
Stil: Hard Rock/Sleaze Metal
Dass eine Mischung aus Hard Rock und Sleaze Metal nicht unbedingt aus den US of A kommen muss, beweisen SPEED STROKE aus Imola in Italien. Imola beherbergt ja auch eine berühmte Rennstrecke, und so lag das Wort ‚Speed‘ für die Namensgebung förmlich in der benzingeschwängerten Luft.
Speedlastig beginnt das Album mit dem Titel „Damage Control“ auch gleich, und zwar mit dem furiosen und treibenden Opener „Glorious Breakdown“, der richtig Kniegas gibt und dessen Chorus auch sogleich zum Mitgröhlen einlädt. Hier wird amerikanischer Hard Rock/ Metal schön mit schwedischem Stahl veredelt.
Die amerikanischen Wurzeln des Sleaze/ Hair Metal kommen dann schon beim zweiten Song „Heart Of The City“ zum Vorschein. Ein typischer Hardrockstampfer, bei dem alles passt, weil auch alles an bekannten Stilmitteln aufgeboten wurde. Rhythmus, Chorus, Backroundvocals, die schon mal Partystimmung verbreiten. Zwar etwas beliebig und vorhersehbar, aber hey: solche Musik ist zum Feiern da und nicht als Anhörungsexemplar für angehende Musikstudenten.
Und so bedienen SPEED STROKE auch in den restlichen Songs alles, was das Hard Rock- Herz begehrt. Von treibenden Bangern wie dem Titeltrack, über Stampfer wie „Italian Coglione“ und flockige Rocksongs wie „State Of Shock“, der mich etwas an DEF LEPPARD erinnerte, über sleazige Standardnummern wie „All For The Weak End“ (wieso fällt mir bei dem Song AEROSMITH ein?) bis zum eher gemächlichen „Blessed By Misery“, der eine leichte Southern Rock- Note mitbringt.
Man sieht, SPEED STROKE haben ihre Hausaufgaben gemacht, um aus vielen zwar schon X-mal gehörten Standards etwas zusammenzubrauen, was dennoch irgendwie frisch und unverbraucht klingt. Nicht jeder Song ist hier ein Meisterstück, am Stück plätschert es an Krachologen wie mir teils etwas vorbei. Aber einzeln genommen machen die Songs allesamt Spaß und regen zum Feiern an. Ausfälle findet man hier keine, und da die Band auch auf schnulzige Balladen verzichtet, kann man da auch gut dran längsfeiern.
Alte Heroen wie die schon erwähnten DEF LEPPARD und AEROSMITH oder andere amerikanische Sleaze/ Hairbands hört man hier genauso heraus wie neuere Kameraden wie CRASHDIET oder die braveren Songs von ENFORCER.
It’s time to rock and roll, so fuckin‘ do it!
Anspieltipps:
🔥 Glorious Breakdown
💀 Damage Control
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Glorious Breakdown
02. Heart Of The City
03. Damage Control
04. State Of Shock
05. Italian Coglione
06. In Flames
07. Blessed By Misery
08. All For The Weak End
09. Walls
10. Chain Reaction

