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BYGONE – Bygone (2025)
(10.016) Timo (7,3/10) Psychedelic Hard Rock
Label: Svart Records
VÖ: 12.12.2025
Stil: Psychedelic Hard Rock
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Mit rund 43 Minuten Spielzeit begehen BYGONE aus Boston ihr Debutalbum. Mit Connor ist auch der Drummer von den bekannten Epic Heavies Eternal Champion dabei. Durch Svart Records haben sie sogleich ein motiviertes Label für das jungfräuliche Schaffen gefunden. Irgendwo zwischen klassischen Hard Rock der 70er und den Anfängen des Heavy Metal ist das selbstbetitelte Album angelegt. Der psychedelische und rockige Gitarrensound, neben den virtuosen Orgelklängen, geben da durchaus ein geschlossenes Bild ab.
Der angenehm und rauchige Sound kann gleich beim Opener Lightspeed Night durchaus Eindruck machen. Der Gesang ist dem von Phil Lynott keineswegs unähnlich. Die knackige und erdige Produktion kommt in jeder Pore bestens zur Geltung. Zwischen spacigen Klängen und Synth Bombast ist hier handwerklich schon einiges im richtigen Schuh.
Auch der zweite Song Shadow Rising weiß daran anzuknüpfen. Jim’s facettenreicher Gesang zeigt dabei viele Stärken, rein songwriterisch wissen BYGONE auch hier Spannung ins Spiel zu bringen. Das powervolle Into The Gleam weckt Neugier, sphärisch, psychedelische Elemente unterstreichen Details, das kompakte und eingängige City Living, wie auch das stärker in sich ruhende Fire In You Fire In Me, bringen durchaus Qualitäten ins Spiel.
So richtig überzeugt hat mich das Album dennoch nicht. Ein paar Längen waren zu überstehen, gerade das kaum spannende Take Me Home und das eher vor sich hin dudelnde The Last Horses of Avalon, ließen die Tendenz eher nach unten pendeln. Bygone ist dabei klassischer Retro Hard Rock, wie man ihn schon oft hörte. Zwischen Deep Purple und Thin Lizzy Sounds, hat dieses Album durchaus seine Momente, kann dies aber kaum in großartige Songs ummünzen, zu oft dudelt Bygone einfach mal vor sich hin. Mir selbst reicht das nicht für eine Empfehlung, trotz einiger guter Momente. Höre ich hier nicht viel mehr raus als die nächste Retro Rock Nummer, trotz des elegant erdigen Sounds und einem zielführenden hübschen Coverartwork. Und fühle mich da eher zu den Pionierwerken hingezogen.
Anspieltipps: Lightspeed Nights und Fire In You Fire In Me
Bewertung: 7,3 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Lightspeed Nights
02. Shadow Rising
03. Take Me Home
04. Into the Gleam
05. The Last Horses of Avalon
06. City Living
07. Fire In You Fire In Me

