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DEAD DAYS

Interview mit Erik (Rogash)

16. & 17.03.2018 – Jena @ Kulturbahnhof


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Erik, wir sitzen hier vor Beginn des zweiten Tages der Dead Days. Wie ist Dein Fazit des ersten Tages?

Ausgezeichnet! Was den Umsatz am Einlass anbelangt, sind unsere Kosten gedeckt, wo ich im Vorfeld so die eine oder andere Sorgenfalte hatte, ob wir was drauflegen müssen, doch das ist nicht eingetreten. Die Bands hatten Spaß, die Leute anscheinend auch, wobei das Jenaer Publikum nie überbordend emotional ist. Nee, ich bin durchaus zufrieden mit Tag 1.

Was war Dein Highlight gestern?

Das von Wound und Incarceration fast gleichzeitig per WhattsApp Bilder von kaputten Bussen auf der Autobahn kamen, hahaha. Da bekommst Du als Veranstalter schon ein wenig Puls wenn es heißt: Es wird dann irgendwas so gegen 20 Uhr. Aber schlussendlich hat ja alles noch wunderbar geklappt.

Heute der letzte Auftritt von Rogash. Wehmut?

(schüttelt energisch den Kopf) Nein, überhaupt nicht. Hätte ich im Vorfeld allerdings erwartet, doch irgendwie ist das so, wie vor jedem anderen Konzert. Ich schätze allerdings, dass nach dem Auftritt doch schon einige Emotionen freigesetzt werden. Jetzt im Moment ist das aber eher so…hmm…positiv neutral (lacht) (Anm.d.Verf.-Kurz vor dem Gig flüsterte er mir dann doch ins Ohr, wie nervös er sein)

Als Ihr vor geraumer Zeit bekanntgegeben habt, dass Ihr Euch auflösen wollt hatte ich den Eindruck, dass Rogash plötzlich präsenter seien, als jemals zuvor. Der Metal Tresen in Wriezen, der Auftritt beim R.U.D.E. und diverse andere. Kam nicht doch irgendwann mal die Idee des Rücktritts vom Rücktritt?


Nein, absolut nicht. Diese von Dir wahrgenommene Überpräsenz kam hauptsächlich deshalb zustande, weil viele befreundete Veranstalter uns einfach nochmal sehen und uns einen schönen Abschied gewähren wollten. Als wir unsere Auflösung verkündeten kamen plötzlich auf einen Schlag so um die 20 Gigs rein, was schon cool war, dennoch aber nichts an unserer Entscheidung veränderte. Wir wollen nicht wie eine der großen Bands enden, die mal aufhören, dann wieder nicht, dann doch. Das wäre nicht die von uns gewollte Konsequenz, mit der wir Ende beschlossen und durchgezogen haben. Wir haben tatsächlich auch über den heutigen Abend hinaus Angebote erhalten, die wir aber kategorisch abgelehnt haben. Wir verabschieden uns heute in unserer Heimatstadt, was uns sehr wichtig ist…und das war’s dann.

Wie geht’s weiter?

Unser Drummer spielt ja so ungefähr in 8 Bands und muss sich als Semi-Berufsmusiker keine Sorgen um eine Beschäftigungslosigkeit machen (lacht). Mit unserem Basser Flo spielt er zusammen in 3 Black Metal Bands, der ist also auch ausgelastet. Rico macht jetzt was in irgendeiner Punk Band und dann ist ja da noch Asphodelos, in der auch noch Blut von Rogash mit einfließt. Ich werde musikalisch erstmal nichts weiter machen, bleibe in meiner Funktion beim Party San erhalten, werde weiterhin mit Deserted Fear unterwegs sein aber bin in keinem weiteren Projekt irgendwo eingebunden. Ich beende ja dieses Kapitel vorrangig deshalb, weil ich Gefahr laufe, aufgrund der immer mehr werdenden Belastung den Spaß daran zu verlieren und wenn ich mich jetzt irgendwo wieder reinstürzen würde, könnte ich das nicht mit halber Kraft und das ist im Umkehrschluss einfach nicht zielführend.

Du machst ja bei Deserted Fear das Merch. Wäre es da an diesem Wochenende nicht fair gewesen, wenn sich die Jungs mal um Euren Kram gekümmert hätten?

Hilde (Fabian Hildebrandt) hat es angeboten doch ich weiß, der macht das nicht gut (lacht laut). Er hat dreimal versucht, bei uns das Merch zu machen und es endete meist damit, dass er irgendeiner Uschi am Rockzipfel hing und unsere Klamotten unbewacht auf irgendeiner Bierbank hingen. Das bringt keine Punkte. Die Jungs haben uns über die Jahre so viel damit geholfen, unseren Kram auf die Füße zu stellen, haben uns kontakttechnisch mit vielen Leuten bekanntgemacht und ich wollte einfach, dass die Jungs einfach einen coolen Abend haben und nicht hinter irgendeinem Tresen stehen müssen.

Wenn Du zurückblickst in Eurer Historie. Was war Dein Highlight mit Rogash?

Ich würde gerne von mir selbst sagen, dass es der Auftritt beim Party San war, um da ein paar Szenecredits zu verteilen, aber da waren wir meiner Ansicht nach noch zu früh dran. Ich hätte das lieber mit der zweiten Scheibe gemacht, denn dieser Gig ist so ein bisschen an mir vorbeigeflattert. Unsere Minitour mit Ichorid, die es ja leider auch nicht mehr gibt, war dafür ein richtiges Highlight. Einmal quer durch Deutschland in 5 Tagen, dazu ein richtig geiler Bus, daraus ist eine richtig fette Bandfreundschaft entstanden. Das hatte ich ja auch alles in Eigenregie gebucht und alles, was da so an diversen Abstürzen passiert ist, ist und bleibt unvergessen.

Du hattest jetzt ein paar Mal unterschwellig anklingen lassen, dass Du runterkommen, mehr Zeit haben willst. Dabei machst Du auch mich immer einen so entspannten Eindruck…

Das liegt am Weed (lacht laut). Innerlich fühlen und äußerlich wirken sind ja immer zwei Paar Schuhe. Allerdings habe ich über die Jahre alles etwas ruhiger und gelassener angegangen, denn es nutzt Niemanden, wenn man wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend rennt und seine Umwelt verrückt macht. Ich durchdenke Vieles einfach mehr und wirke damit gelassener und entspannter, als es vielleicht manchmal innerlich dann wirklich ist. Über meine über die Jahre hinweg aufgebaute Leck-mich-am-Arsch Attitüde ist vieles einfacher geworden. Wichtig ist mir, dass ich einen angenehmen und positiven Eindruck hinterlasse. (dreht sich im Raum nach einigen Mitgliedern von Lifeless um): „Habe ich denn auf EUCH einen guten Eindruck hinterlassen? (leicht zustimmendes Gemurmel) EY??? (lautes Gelächter)

Als Ihr Euren letzten Gig hier nun in Jena geplant habt stand da fest, dass das über zwei Tage gehen würde? Wie kam die Bandauswahl zustande? Persönliche Vorlieben? Freundschaften?


Grundsätzlich mache ich das ja mit Flo, unserem Basser zusammen und wir wollten schon länger mal hier was über zwei Tage in diesem Club machen. Es gab mal was Ähnliches unter dem Namen „Cultureshock“, das war aber immer mehr auf kleine und regionale Bands bedacht. Der Publikumszulauf war von daher meist auch ziemlich mau, weil kein wirklicher Headliner mit von der Partie war. Als wir dann unsere Abschlusssause planten, griffen wir unsere Idee wieder auf und sagten: Wenn nicht jetzt, wann dann? Haben das mit dem Club ziemlich schnell verhandelt und dann kam die Planung, mit welchen Bands wir das machen wollen. Schnell kristallisierte sich aber heraus, dass es ein reines Death Metal Event werden würde und wir überlegten, mit wem wir schon zusammengespielt haben oder befreundet sind. Ich hätte natürlich auch 4 Bands aus Jena buchen können, doch man muss bei solch einem Event natürlich auch schauen, wer Publikum zieht.

Wir sagten uns schon relativ früh, dass wir nicht einfach wegsickern, sondern mit einem großen Knall gehen wollen und dafür ist das Line Up goldrichtig. Liefeless und Revel in flesh sind Freunde, Wound und Incarceration sind gute Freunde, Endseeker haben wir letztes Jahr erst kennengelernt, machen aber so an sich einen netten Eindruck (lautes Gelächter als Endseeker Fronter Lenny etwas protestiert) und mit Kali Yuga haben wir schon gespielt, als wir noch nicht einmal unsere erste EP draußen hatten. Das Line Up war also ziemlich schnell in Sack und Tüten. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass wir uns ausschließlich über den Eintritt finanzieren und somit natürlich auch gucken mussten, unsere Ausgaben zu deckeln. Vielleicht wird da sogar eine jährliche Geschichte draus, dass war ja immer unser Traum, unser Ziel.

Wird heute Abend ein Tränchen rollen, wenn der letzte Song gespielt, die letzte Note verklungen ist?

Ganz bestimmt…wenn dir nicht jeder danach auf die Schulter klopft, dir was für einen Fuchs erzählt und du deshalb nicht zu deinem Backstagebier kommst (lacht laut)

Nach diesem fantastischen Wochenende veröffentlichten Rogash noch folgende Worte, mit denen ich diesen Bericht beenden und unkommentiert stehen lassen möchte. Macht’s gut Jungs, Ihr seid feine und tolle Menschen, Musiker. Wir sehen und hören uns wieder.

Wir sagen DANKE! Die Dead Days waren dank Bands, Helfern, Freunden, Familie & Besuchern ein voller Erfolg vor und hinter der Bühne sowie der absolut würdige Rahmen unseres Ablebens als Band.

DANKE für 10 Jahre Support an all euch Schnauzen da draußen, ganz gleich ob Band, Veranstalter, Label, Magazin oder Fan.

Der gesamte Inhalt unserer Bandkasse wird zu gleichen Teilen an das Projekt "Meere ohne Plastik" des NABU Bundesverband sowie an Klimawald.de - Pflanz deinen eigenen Klimabaum gespendet.

In Kürze folgen sicherlich noch ein paar Fotos und Reviews zum vergangenen Wochenende - dennoch verdrücken wir uns an dieser Stelle ein paar Tränchen und sagen nochmal DANKE & auf bald.“


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