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PARTYCANNON – Subjected to a Partying (EP) (2026)

(10.171) Phillip (7,4/10) Slam Death Metal


Label: Unique Leader Records
VÖ: 27.03.2026
Stil: Slam Death Metal






Ja, was soll ich jetzt noch über Party Cannon einleitend an Worten verlieren? Wem diese sympathischen Schotten kein Begriff sind, der findet Slam Death sowieso tendenziell blöd und wer sie kennt, dem brauch ich hier auch nicht in Sachen Aufmerksamkeit- erregendes- Logo an die Backe labern. Diese Leute wissen bereits: Wo Party Cannon draufsteht, ist maximaler Stumpfsinn drin.

Das klingt natürlich einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Auch Slam Death Metal mit Spaß- und Feierlichkeitsgimmick will bitte tonnenschwer grooven, einen unheimlich scheppernden Bass haben, mit möglichst viehischen Vocals überzeugen und zu guter Letzt sofort zündende Riffs einsetzen. Als Würzpaste schmieren wir dann noch großflächig möglichst augenzwinkernde Samples drüber und fertig ist der Festtagsbraten.

Hier können Party Cannon bereits nach dem Opener überall Haken dransetzen. Insbesondere das Outrosample ist exzellent gewählt. Der zweite Track Thirst Trap ist einer der Songs, die bereits im letzten Sommer ausgiebig die Bühnen Europas beschallten und auch die folgenden zwei Songs sind durch Live-Aktivitäten und Vorab-Singles bekannt. Was soll ich sagen: Die gehen halt gut rein, versprechen für den Moment kurzweiligen Spaß, aber festkrallen werden sie sich langfristig nicht. Alles in Allem also eine gediegene Slammung, aber warum genau brauche ich jetzt diese EP?

Na, wegen dem, was nach den vier „normalen“ Songs kommt! Zum einen gibt es einen Thirst Trap Remix des außerordentlich talentierten, ebenfalls schottischen Youtube-Gitarristen Kmac2021. Und dieser Remix ist garantiert nicht das, was ihr erwartet. Auch die folgenden beiden Remixe sind alles andere als erwartbar, drücken einem aber weniger die Pickel aus dem Gesicht.

Aber irgendwas fehlt doch noch, oder? Klar, eine Slam Death Band ist nur so gut wie ihre Livedarbietung. Und auf diesem Gebiet überzeugen die freundlichen Herren aus Dunfermline auf ganzer Linie. Ansagen in breitestem Fife-Dialekt-SingSang lassen mein Gehör und auch mein Herz tanzen und schmelzen, nachzuvollziehen durch die beiden Live-Mitschnitte aus Glasgow. An dieser Stelle bin ich natürlich unbedingt voreingenommen, denn „Neu“-Sänger (seit 2024) Daryl Boyce könnte mir auch wortreich ein Telefonbuch interpretieren und ich hinge an seinen Lippen. Diese tollen sprachlichen Auswüchse gehen naturgemäß im Growling unter, schön als, dass hier in Form dieser Mitschnitte auch an Menschen wie mich gedacht wurde, die einfach gerne Schotten schottisch reden hören.

Fazit: Perfekt für die fixe Büroparty zwischendurch, für einen längeren Aufenthalt auf der Keramik oder dem Kampf gegen melodische Bands im Festivalcamp. 

Anspieltipps:
🐜 Parisian Bedbug
🧜 Thirst Trap
🧙 Thirst Trap (Kmac2021 Remix)


Bewertung: 7,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Parisian Bedbug 
02. Thirst Trap
03. High Tariff Behaviour
04. Improper Use of a Speculum
05. Thirst Trap (Kmac2021 remix) 
06. Low IQ Behaviour (Frontier remix) 
07. High Tariff Overture (Ritual remix) 
08. High Tariff Behaviour (Live in Glasgow 2025)
09. Human Slime (Live in Glasgow 2025)



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