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PHOBOCOSM – Gateway (2025)

(10.017) Timo (7,8/10) Death/Doom Metal


Label: Dark Descent Records                 
VÖ: 28.11.2025                   
Stil: Death/Doom Metal       






Mit Gateway veröffentlichen die Kanadier von PHOBOCOSM das mittlerweile vierte Album ihres Schaffens. Bestehend aus Mitgliedern des Death Metal Kombos Obsolete Mankind und Vengeful, haben Drummer Jean S. Gagnon und Gitarrist S. Dufour schon 2008 eine Einheit gebildet. Die finstere Ursuppe aus pechschwarzen Death/Doom Klängen hat auf Gateway seinen Weg gefunden. Die Herren aus Montreal legen dabei ein unüberhörbaren Kontrast offen, aus schleppend, auch mal kriechenden Death/Doom und rabiaten Blastbeat Gewitter, der auch mal an brachiales War Metal Gewitter erinnert, wie es im Buche steht. Genau vor 2 Jahren hatte Kollege Maik bereits den Vorgänger unter seinen Fittichen gehabt, was zu Folgendem Fazit führte: Das Anhören von „Foreordained“ ist anstrengend, selbst wenn man dabei entspannt auf dem Sofa herumlümmelt. Der Gedanke, sich in einer Menschenmenge einsam, oder in völliger Leere eingeengt zu fühlen, drängt sich förmlich auf. Und wenn das Album durch ist, ist man platt. Entweder vom immensen Druck oder unendlicher Trostlosigkeit zermalmt. Das dürfte nicht jedermanns Gusto sein, und auch ich bin froh, dieses Album bei Sonnenschein und halbwegs guter Laune zu rezensieren. Denn diese Dampfwalze ist in jeder Hinsicht bedrückend...

Das düstere und die zermalmende Art die quasi Markenzeichen von PHOBOCOSM sind auch 2025 ein wichtiger Bestandteil der Kanadier. Mit 7 Songs (davon 3 Instrumentals) ist das Album in 35 Minuten allerdings auch recht übersichtlich positioniert. Dabei ist das Album von allen Epochen der Band geprägt. Aufgenommen von Xavier Berthiaume, bereits während der Aufnahmesession zum Vorgänger Foredained. Der Sound ist somit auch auf dem aktuellen Werk genauso erdrückend und fies. Die Band betrachtet es als Abschluss eines absolvierten Kapitels. 

So sagt Gitarrist Dufour: „Nicht, dass sich unser zukünftiges Material völlig von unserem bestehenden Material unterscheiden wird, ganz im Gegenteil, aber wir haben beschlossen, die Dinge beim nächsten Mal etwas anders zu machen, indem wir neue Elemente hinzufügen, die noch nie in unserer Musik aufgetaucht sind, andere Dynamiken erkunden und mit einer neuen Stimmung experimentieren.“ Thematisch behandelt das aktuelle Werk das menschliche streben nach Ewigen Leben. „Dass Menschen seit Anbeginn der Zeit versucht haben, ewig zu leben – oder das Leben auf unnatürliche Weise zu verlängern – oft aus Gründen, die noch absurder sind als das Streben nach ewigem Leben selbst“, erläutert Dufour.

Mit dem Opener Deathless hat man gleich einen starken Song gewählt. Es beginnt mit klassischen Trademarks, zermalmend und gewaltig setzen sich PHOBOCOSM in Gang. Erdrückend tiefe Growls, eine Schwärze die wie ein Sog funktioniert, Death Metal der auch mal an klassischen US Death Metal Sound erinnert, weiß zu punkten. Rabiates Blastbeat und sludgig, walzender Death/Doom Sound geben sich auch bei Unbound die Klinke in die Hand. Die 3 Instrumental-Intros Corridor I-III sorgen zwischenzeitlich für die passende Atmosphäre, die bestimmende Konturen bilden und auch das Album abrunden. Auch mit dem monumentalen Beyond The Threshold Of Flesh macht man keine Gefangenen. Der markante Kontrast aus Tempo und walzenden Groove bringen PHOBOCOSM auch hier auf den Punkt. Das variierende Tempo verleiht dem Material immer wieder den passenden Schwung. Neben der inhalierten Tragik und erschütternden Schwärze, weiß die Band ihre Qualitäten zweifellos mit Leben zu füllen. Die erdrückende Soundgewalt aus Death Metal und Death/Doom sind klare Wegweiser auf dem Album, Freunde die diesen Sound genau mal etwas schleppender und düsterer mögen dürften Gefallen an PHOBOCOSM finden. Einer Band die viele Qualitäten dieser Kategorie vorzuweisen hat. Handwerklich auf einem mehr als ordentlichen Niveau, brutal und finster. Von den Livequalitäten kann man sich dann Ende August/Anfang September 2026 überzeugen. Bis dahin sollte ausreichend Zeit sein, sich die Alben etwas näher zu betrachten. 

Anspieltipps: Deathless und Beyond The Threshold of Flesh 


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Deathless
02. Unbound
03. Corridor I – The Affliction
04. Sempiternal Penance
05. Corridor II – The Descent
06. Beyond The Threshold of Flesh
07. Corridor III – The Void       




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