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VARDAN (2015)

"The night, the loneliness" (1.555)

Label: Moribund Records
VÖ: 17.02.2015
Stil: Suicidal Black Metal
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Von Moribund Records als der vielbeschäftigste Mann im Black Metal angepriesen, erschien der Tage „The Night, the Loneliness“ von Vardan.

Der aus Sizilien stammende Multi-Instrumentalist haut 2015 gleich zwei Scheiben raus und auch in den Jahren davor war der Output beachtlich. Geboten wird depressiver Black Metal der harsch, rau und unproduziert klingt, auf Atmosphäre setzt und in bester Manier das Genre bedient aber nicht unbedingt erweitert. Vertonte Schwermut gepaart mit Aggression und Verzweiflung. So würde ich das gute Teil hier auf den Punkt bringen. Der Gitarrensound fräst, reibt und knarzt schön dilettantisch kaputt, während der Meister seinen Seelenqualen freien Lauf lässt. Dazu noch ein melancholisches Keyboardgeplänkel, das die morbide Aura unterstreicht. Hat man Alles so schon oft gehört und auch besser, denn das Geröchel auf der Scheibe klingt doch des Öfteren nach Verdauungsproblemen und lässt die wahnsinnige Inbrunst wie sie andere Vokalisten des Genres aufbringen sträflich vermissen. Da helfen auch der übertriebene Hall und das permanente Delay auf den Gesangsspuren nicht.

Klar, der Mann hat Erfahrung und lärmt sich seit 1997 die geschundene Seelenpein aus dem Leib und auf Alben, aber mir fehlt hier was. Nämlich Geschmack. Der Sound der Becken nervt total ab. Echt mal. Klar, unproduziert, authentisch und dreckig soll es sein, aber wenn man sich zum Beispiel die großartigen Darkthrone-Scheiben anhört, dann muss man sagen: die haben es auch hinbekommen, dass die Platten Atmosphäre und Power atmen, ohne dass gerade der Schlagzeugsound den Hörer völlig enerviert die Hände überm Kopf zusammen schlagen lässt. Im Großen und Ganzen geht das Ding hier schon klar. Aber man lerne hier eines und jetzt bitte aufgepasst all ihr ambitionierten Ein-Mann-Black Metal- Ich –mach-alles-allein-weil-ich so-depressiv-misanthropisch-und-voll-genial-bin: Stil und Geschmack kann man nicht lernen. Da isses wie beim Furzen. Wenn man zu stark presst, wird es Scheiße.

Bewertung: 5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Pt. 2
02. Pt. 3
03. Pt. 4
04. Pt. 5
05. Pt. 6

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