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FILI BIBIANO’S FORTRESS – Death Is Your Master (2026)

(10.042) Phillip (8,6/10) Heavy Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 30.01.2026
Stil: Heavy Metal






Ja, der Bandname ist mindestens holperig. Aber was willst du machen, wenn es bereits zig Bands gibt, die sich Fortress nennen. Da das allerdings, für sich, ein schweinecooler Name ist, macht man halt das Beste draus und nimmt seinen eigenen Namen, um den Bandnamen zu personalisieren. Et voila, so entstand Fili Bibiano’s Fortress. Bandnamen mit dem vorangestellten Namen des Initiators sehen aber meist blöd aus und schreiben sich noch viel blöder, daher werde ich die Band in Verlauf dieses Reviews auf Fortress kürzen. Auch wenn man dem Bandnamen zugutehalten kann, dass er klingt, als besäße Mastermind und Saitenakrobat Fili Bibiano ein eigenes Bollwerk zur Verteidigung des Metal.

Und diesen Job erfüllt der Mann gut! Mit Flesh and Dagger geht es ohne Zagen und Zögern in die Vollen. Ein fulminanter Einstieg, kurzes Startsolo und danach wunderbar oldschoolig voran in die Schlacht! Das Schwert fest im Griff, die Screams sitzen tight und wechseln mit dezent melancholischen Vocals, die Drums pumpen unaufhörlich und Maestro steigt empor, um uns abermals mit einem Sahne-Solo zu imponieren. Stoisch verrichtet der Bass sein Werk, während die Leadgitarre auch zu glänzen weiß. Das ist doch ein Auftakt nach Maß! Das folgende Savage Sword beweist umgehend, dass Fortress nicht nur auf eine einzige Geschwindigkeit festgelegt sind, sondern auch die aus dem Vorgängeralbum bekannten Seventies-Einflüsse bravourös bedienen können, auch darf der Bass etwas vordergründiger agieren, was dieser ansonsten kraftvollen Komposition ein seltsames Ende bereitet.

Mit Fugitive und Night City haben wir dann eindeutig das Gebiet des Mid-Tempo-Rockers eingenommen. Ob galoppierende Riff- und Drumkombinationen, clever eingestreute Soli oder schmatzige Doublekick-Passagen – so richtig werden Fortress nicht mehr aus dieser Gegend vertrieben. Auch wenn sie, so scheint’s, stets vorm Lospreschen sind, es bleibt gezügelt, aber tight. Das muss alles so, denn hier entwickelt sich eine mitreißende Dynamik, bei der die Faust der Hörerschaft automatisch, in Zeitlupe, Richtung Himmel wandert und dann drohend zu zittern beginnt. In Blackest Night darf Ex-Sänger Chris Nuñez dann sein warmes Timbre aus dem Stall lassen und diesen dezent balladesken Schmachtfetzen veredeln, komplett ohne die Gefahr ins Kitschige abzugleiten. Es bleibt treibend und mitreißend.

Maze (mit sehr geilem Synthie-Cembalo) und B.Y.O.D. bilden dann die Nachhut im gewohnten Fortress-Wohlfühltempo mit leichten Ausreißern in höhere Geschwindigkeiten und mit Gesangslinien, die sich sofort festkrallen. Ja, Fili Bibiano und seine Recken wissen ganz genau, was sie wollen und genau das liefern sie. Die komplette Palette ,zuweilen, bluesiger Siebziger- und Achtziger-Metal Trademarks wird bedient. Wir denken an Iron Maiden, ein bisschen Dio’sche Mystik, etwas Haunt, hin und wieder lugen Manowar schelmisch über die Festungsmauer und gegen Ende sowie am Beginn auch eine dicke Spur Helloween. Alles wohlwollend erdig und organisch produziert und exzellent in Szene gesetzt, entfesselt fast jeder Song sein volles Potenzial. Bei einer Spielzeit von 34 Minuten und 22 Sekunden kommen die sieben Songs auch keinen Tick zu lang oder zu viel rüber und trotz erwähnter punktueller kleiner Aussetzer kommt nie das Gefühl auf, hier wäre irgendwas halbgar oder als Lückenfüller abgeliefert worden. Also: Attacke! Wer auf den wahren Stahl steht MUSS zugreifen!

P.S.: Einen dicken Pluspunkt gibt es für das sagenhaft gute, wie schlicht gephotoshopte Cover-Artwork!

Anspieltipps:
🔪 Flesh and Dagger
🔥 Fugitive
💫 Blackest Night


Bewertung: 8,6 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Flesh and Dagger
02. Savage Sword
03. Fugitive
04. Night City
05. Blackest Night
06. Maze
07. B.Y.O.D.




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