PURGATORY & WRAAK – Tormented Flesh / Unhallowed...(2025)
(9.969) Phillip (7,0/10) Death Metal
Label: Animate Records
VÖ: 19.09.2025
Stil: Death Metal
WRAAK
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Ob diese Split hier ein reiner Freundschaftsdienst von Purgatory an die aktuelle Band des Ex-Sängers Sick(i) bei Wraak ist? Keine Ahnung. Label-Chef A.R. ist jedenfalls auch an der Klampfe bei Wraak zu finden, also ist die Vorstellung, dass eine Hand die andere wäscht jetzt gar nicht so abwegig. Warum auch nicht?
Als erstes dürfen Purgatory mit einer Neuaufnahme des 1997 auf dem Album Bestial erschienenen Songs Tormented Flesh ran. Und bei aller Coolness des alten Materials, können wir hier sofort sehen, warum das neu aufgenommen wurde. Die 2025er Version klingt frischer, runder im Sound und das bemerkenswerte Organ von Sänger Julian Gloomster stellt mit einer völlig anderen Stimmfarbe entscheidende Unterschiede sofort heraus. Das neue Soundgewand steht dem Song auch ganz prächtig, klingt walzender, ohne an technischer Finesse einzubüßen oder den Fuß vom Gas zu nehmen. Wundervoll organisch kommt der Song auch noch daher, was will man mehr?
Den zweiten Song von insgesamt zwei Songs steuern dann Wraak bei. Ebenso organisch scheppern mir diese dann breit angeschwärzten Death Metal vor den Latz, von Grindcore höre ich hier nicht viel. An den Instrumenten geht es wunderbar tragend und treibend voran, sie bauen eine drückende, eindringliche Stimmung auf, die dann von Sänger Sicki aufgenommen und veredelt werden soll. Allerdings klappt das nicht so gut. Zu entrückt wirkt mir der dunkel murmelnde Sprechgesang, zu geheimnisvoll, wo die Instrumente eine Kulisse der Verzweiflung schaffen. Schade.
Insgesamt kann man sich die beiden Nummern natürlich sehr gut gönnen, sind sie doch enorm unterschiedlich. Sollte ich einen Favoriten wählen wird’s aber eindeutig Purgatory.
Anspieltipps:
⛓ Die knapp neun Minuten hat jeder mal Zeit
Bewertung: 7,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Tormented Flesh MMXXV
02. Unhallowed Domains

