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FEJD - Nifelheim (2026)

(10.385) Stephanie (8,7/10) Folk Metal


Label: Black Lodge Records 
VÖ: 21.08.2026 
Stil: Folk Metal






Sommer, Sonne, Folk Metal – Mit dieser Einstellung und als Einstimmung auf das einzige Festival dieses Jahr für mich habe ich mich an die neue Platte von Fejd namens Nifelheim gewagt. Nach über zehn Jahren seit dem letzten Release melden sich die Schweden zurück und der Name ist Programm: In der nordischen Mythologie ist es ein eisiges, finsteres Urreich im Norden. Es besteht aus Frost, Nebel und gefrorenen Flüssen. Zusammen mit dem Feuerreich Muspelheim bildet es den Ursprung der Welt. Aus dem Aufeinandertreffen von Kälte und Hitze entstand einst das Leben.

Und ähnlich düster klingt auch der Longplayer. Die ersten drei Songs “Nifelheim”, “Nidhögg” und “Edsvuren” muten beschwerlich und melancholisch an. Mit viel Liebe zum Detail hören wir verschiedenste historische Instrumente. Für den Einsatz jener Musikinstrumente ist Fejd bekannt Mit “Älvagrimmar” kommt etwas Schwung in die Sache, wir reiten musikalisch mit Bedacht in die Schlacht. Eine Reise im Duett, die absolut fesselnd ist. Patrik Rimmerfors’ Stimme ist so markant und weiterhin stark wie sie schon seit 25 Jahren ist – Fejd hat allein durch ihren Sänger einen starken Wiedererkennungswert. “Sköldborg” trägt einen zurück in die früheren Tage von Fejd. Die Komposition trägt die unvergleichliche Handschrift der Band, welche sich grundlegend im Stil offensichtlich treu bleibt.

Ein “Leckerli” zwischendurch ist der rein instrumentale Song “Einar Blå”. Das Stück beweist, dass Fejd auch ohne Vocals absolut überzeugen können und Maßstäbe in Sachen Folk Metal und dem Beherrschen verschiedenster Instrumente setzen. Bei ihnen liegt der Fokus mehr auf dem “Folk” als dem “Metal”. Wer rein hört oder generell schon mal sich die Band in den Gehörgang hat fließen lassen, merkt, dass es der Band weniger um harte Riffs geht. Vielmehr steht die Art ein Instrument zu spielen im Vordergrund; à la: Wir machen die Spielweise nach Metal-Art, aber mit unseren vor allem akustischen Instrumenten.” E-Gitarre und Co. sind ein selten eingesetztes Element und wurden präzise in wenigen Songs, zum Beispiel “Strilja”, eingebettet. Diese Adaption macht Fejd zu etwas Besonderem in der Metalszene in meinen Augen.

Die Schweden liefern ein solides Album ab, ohne Überraschungen und auch mit wenig Ohrwurmpotential für mich. Nach früheren Enttäuschungen, wenn sich Bands “neu entdeckt” haben bin ich ehrlich gesagt zufrieden, wenn ein Schuster mal bei seinen Leisten bleibt. Wer Fejd noch nicht kennt und Folk Metal Fan ist, sollte sich auf jeden Fall dieses Album anhören - und natürlich auch alle, die die Band schon kennen. “Sommer, Sonne, Folk Metal” machen andere, Fejd kommen mit einem gewohnten schwermütigen Unterton in der Musik nach zehn Jahren zurück und stimmen einen auf den Herbst ein. 

Anspieltipp:
👺 Älvagrimmar 


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten 


TRACKLIST

01. Nifelheim 
02. Nidhögg 
03. Edsvuren 
04. Älvagrimmar 
05. Sköldborg 
06. Einar Blå 
07. Strilja 
08. Svarta Tjärn




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