Alben des Jahres 2025

DIE Alben DES MONATS (02/26)

Aktuelle Reviews

Q&A - Die Interviews

Tales from the hard side

Wir hörten früher gerne

So fing alles an


Aktuelle Meldungen

CD-Reviews H-J

IN AETERNUM – …Of Death And Fire (2026)

(10.097) Patrick (9,0/10) Black/Death Metal


Label: Soulseller Records
VÖ: 06.02.2026
Stil: Black/Death Metal







IN AETERNUM sind wahrlich alte Hasen in der Historie des schwedisch angeschwärzten Death Metals. Leider wurde die Band nie mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht, die sie eigentlich verdient hätten, denn obwohl die Jungs mit den beiden Scheiben „Forever Blasphemy“ (1999) und „The Pestilent Plague“ (2000) zwei irre Knaller veröffentlicht haben, fristeten sie unverständlicherweise ein Schattendasein in der zweiten Reihe und mussten im direkten Vergleich mit ähnlich gelagerten Bands wie NECROPHOBIC, DISSECTION oder NAGLFAR immer zurückstecken. Die ebenfalls qualitativ schwer hochwertigen Scheiben „Nuclear Armageddon“ aus dem Jahre 2003 und „Dawn Of A New Aeon“ aus 2005 konnten diesen misslichen Umstand leider auch nicht ändern, wobei das wohl eher am damaligen Zeitgeist, als am qualitativen Output IN AETERNUMs lag.

Umso mehr freut es mich, dass die blasphemischen Teufelsjünger aus Schweden wieder Blut geleckt haben und in der gleichen Besetzung wie vor 21 Jahren mit „…Of Death And Fire“ wieder da sind und schon nachdem die ersten Klänge des Openers „Beneath A Darkened Tomb“ meinen Gehörgang erreichen, passiert irgendwas Komisches mit mir. Während die Band ihre irrsinnig präzisen und abartig tödlichen Sperrfeuersalven unermüdlich auf mich abfeuert, verrichtet der imaginäre Fluxkompensator seine Arbeit und plötzlich finde ich mich irgendwo zwischen 1995 und 2000 wieder. Einer Zeit, in der man künstliche Intelligenz, höchstens als plumpen Gegner in GTA oder diversen anderen Videospielen wahrgenommen hat und viele Dinge, die heute zum normalen Tagesgeschehen gehört, noch als reine Science-Fiction abgetan wurde. Pfeilschnelles und abartig präzises Drumming trifft auf typisch schwedisches, aber stets hochmelodisch treibendes Riffing und dazu bellt David „Impous“ Larsson seine blasphemischen Botschaften durch den Äther.

Song Nummer zwei, „The Day Of Wrath“ steht dem brachialen Albumeinstig in nichts nach, hobelt ebenfalls mit teuflischer Akribie alles kurz und klein und wirkt, trotz des fast permanent vorherrschenden Dauerfeuers, durch den primitiven Refrain noch wesentlich eingängiger wie der Opener. Erst mit dem dritten Song „Spirits Of The Dead“ verlassen die Jungs ihr offensichtlich heiß gelaufenes Flakgeschütz, steigen aber, nicht minder brachial in einen alles vernichtenden Panzer um und walzen damit ohne Rücksicht auf Verluste, alles im Weg Stehende zu Staub! Hier, sowie in allen „langsameren“ Songs schleicht sich ein wenig die amerikanischere Schlagseite des Death Metals in den Bandsound. MORBID ANGEL stehen hier ganz groß im Kurs. Mit „Mortuary Cult“ und vor allem mit dem Oberhammer „The Hourglass“ wird dann aber wieder heftigst und aus allen verfügbaren Rohren gefeuert! Am Ende gibt’s mit „To Those Who Have Rode On“ noch eine relativ epische Nummer, bei der auch Erik von WATAIN zu Wort kommen darf. Was für ein wunderbares Album!

IN AETERNUM sind zurück und ich hätte wahrlich nicht gedacht, dass man nach einer so langen Zeit der Abstinenz nochmal an die kultigen Frühwerke der Band anknüpfen kann. David, Daniel und Perra überzeugen allerdings jeden Zweifler vom Gegenteil und liefern mit „…Of Death And Fire“ einen so ultrastarken, verdammt eingängigen und z.T. schwer melodischen Hassbatzen ab, der es mühelos mit jeglicher Konkurrenz aktuelleren Datums aufnehmen kann.

Man kann den Spaß, den die mittlerweile schwer ergrauten Männer bei der Entstehung des neuen Albums hatten, förmlich zu jeder Zeit und in jeder Note hören. Bleibt nur zu hoffen, dass die Band nun endlich mal die Aufmerksamkeit bekommt, die sie auch verdient haben! Ich würde es ihnen von ganzem Herzen wünschen, denn JEDER, der UNANIMATED, NAGLFAR, THE MOANING und diverse ähnlich gelagerte Kapellen zu seinen Favoriten zählt, kommt an diesem Album schlicht nicht vorbei!

Soulseller Records werden übrigens im März auch die ersten beiden Alben auf Vinyl re-releasen. Als schwedische Black/Death Maniac sollte man das nicht verpassen!

Anspieltipps: 
⚡ “The Day Of Wrath”
 🔪 „The Hourglass”


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Danse Macabre
02. Beneath The Darkened Tomb
03. The Day Of Wrath
04. Spirits Of The Dead
05. Mortuary Cult
06. The Vile God Of Slime
07. Bow To None
08. De Profundis
09. The Hourglass
10. Of Those Who Have Rode On




FESTIVAL TIPS 2026


SOCIAL MEDIA

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

MERCH

70.000 Tons 2024

The new breed

GROTESQUE GLORY

mottenkiste

P P P

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Unsere Partner

Join the Army

Damit das klar ist