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DARRAGH – Traveler (2020)

(6.714) Maik (7,5/10) Prog Rock


Label: DIY
VÖ: 18.12.2020

Stil: Prog Rock­

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Hier haben wir mal wieder den Fall, dass Chefchen sich seiner angestammten Pflicht, redaktionsnahe Veröffentlichungen selbstpersönlich unter die Fittiche zu nehmen, auf elegante Weise zu entziehen vermochte. Und so wurde ich armer Wandergesell auserkoren, dieses Werk einer Rezension zuzuführen.

Der Name DARRAGH könnte  ein wenig in die Irre führen, und hier ein Black- oder Pagan-Metal- Projekt vermuten lassen. Dem ist aber nicht so, denn dies hier ist eine recht junge Gruppe aus dem Großraum Schwerin, die sich dem Prog Rock verschrieben hat. Der Bandname bedeutet etwa soviel wie „Eiche“ auf Altirisch/Gälisch.

Die Suche im Netz nach Band und Albumtitel „Traveler“ schickt einen auch erst einmal auf Irrwege, denn DARRAGH ist nicht nur ein beliebter Vorname im Irischen, sondern auch mindestens drei Orte dort könne mit diesem Namen aufwarten. In Verbindung mit dem Plattentitel landet man dann recht schnell auf diversen Reise- und Hotelanbieterseiten.

Doch genug des Gefasels. Obwohl, wie gesagt, die Band im Bereich Prog Rock ihr Zuhause gefunden hat, hält sich der progressive Teil doch in einem recht moderaten Rahmen. Es wird nicht mörderisch drauflos gefrickelt, und auch kompliziertes Riffing darf man nicht vermuten. Genau genommen reihen sich DARRAGH ein wenig in die Phalanx  ähnlich gepolter Bands aus Finnland ein, es ist alles recht melancholisch bis getragen, allerdings ohne in irgendwelche depressive Exzesse zu verfallen.

Eher kommen noch Anklänge an mittelalterliche Bardenmusik , wie im Stück „Lagom Intermezzo“ oder sogar Gothic/Dark Wave wie in „Succubus Insane“ zum Einsatz. Wenn die Jungs mal die Axt rausholen, werden auch größtenteils moderate Hiebe damit ausgeteilt, und zusammen mit dem entspannt wirkenden Gesang entsteht so eine eher gelöste Stimmung. Für Leute wie mich ist das auf Dauer zwar etwas zu entspannt, und es fällt mir nicht leicht, dem Stoff zu folgen, wenn irgendwelche Ablenkungsmomente nebenher agieren. Doch vielleicht ist ja der eine oder andere von Euch zu besserer Konzentration als der hier Tippende fähig.

„Traveler“ ist keine Platte, die man zum Partymachen oder Herumhüpfen auflegt, sondern eher etwas zum Herunterkommen vom täglichen Stress und für innere Einkehr. In meinem Fall dann wahrscheinlich eher das zweite, denn zum Frustabbau hat bei mir immer eine bösartige Thrash – oder Black Metal- Granate besser gewirkt. Doch wer gern mal eine Platte zum Entspannen auflegt, die eher Ruhe als Aggression ausstrahlt, kann hier gern mal sein Gehör andocken.

Die Veröffentlichung wird vorerst nur digital angeboten, die diversen Streamingdienste oder die Bandcamp- Seite der band wird ab 18.12. 2020 sicher Näheres verlautbaren lassen.

Anspieltipp: „Succubus Insane“


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Endless Hope
02. At The Edge Of Immortality
03. Lagom Intermezzo
04. Dignity Before Dawn
05. Salvation
06. Succubus Insane
07. The Road Not Taken
08. Surrounded By Light




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