Label: Frontiers Records
VÖ: 02.06.2017
Stil: Melodic Rock / Melodic Metal
Wenn man sich mit Radiaton Romeos beschäftigt und etwas recherchiert, dann findet man jede Menge Prominenz. Sei es auf der Bühne oder doch im Hintergrund.
Aushängeschild ist wohl mit Sicherheit Parramore „Perry“ McCarty. Der ehemalige Warrior-Sänger greift sich auch bei diesem neuen Projekt das Mikrofon. Weiter wurde die Debütplatte von Michael Voss (ehemals Mad Max) produziert außerdem war er wohl auch beim Songwriting mit dabei! Und wenn wir uns den Stil und die Richtung beider Bands angucken, also Radiation Romeo und Mad Max so fällt auf, dass sie doch in die gleich Kerbe stoßen - Melodie Rock / Melodie Metal! Übrigens für alle die, die gerade grübeln woher sie Radiation Romeo kennen… der Name kommt aus einer Textzeile von McCarty alter Band Atomic Playboys. Wobei man eigentlich nicht sagen kann „seine Band“, eigentlich war es eher die Band vom ehemaligen Billy Idol Gitarristen Steve Stevens, aber sei es drum. Die Band gibt es wie gesagt erst seit diesem Jahr, trotzdem ist die Debütplatte über Frontiers Records schon draußen! So genug zum Bandhintergrundwissen!
Die Platte an sich beginnt eigentlich gar nicht so schlecht. Beim gleichnamigen Opener bekommt der Zuhörer doch noch das Gefühl ein Platte mit gutem alten 80er Rock/Metal zu bekommen. Allerdings muss ich leider sagen, dass bei mir nach mehrmaligen hören das Gefühl eingetreten ist, gewissen Songs überhört zu haben - vielleicht sogar gar nicht wahrgenommen zu haben! In meinen Augen sind „Bad Bad Company“ und „Promised Land“ die einzigen, abgesehen vom Opener, Hinhörer der Platte. „Bad Bad Company“ hat noch eine gewisse Härte und blieb einfach in meinem Hirn kleben und bei „Promised Land“ war es wohl der Überraschungsmoment. Wie es der Name schon verlauten lässt, ist es eher hymnenartig - wirkt irgendwie orientalisch an einigen Stellen. Fand ich gut, obwohl ich zum Anfang gedacht habe: Jetzt Covern sie auch noch Manowar! Das Problem ist leider, dass der Rest sich irgendwie gleich anhört. Auch McCarty kann daran nichts ändern, oder gerade deswegen? Viele Passagen hören sich gleich an, immer wieder wechselt sich klarer Gesang mit rauem, kratzigem Gesang ab. Wobei ich leider sagen muss, dass es mir gerade bei den rauen, kratzigen Passagen oft zu übertrieben ist. Für Fans von Balladen haben wir noch „Like An Arrow“ im Angebot. Das ist wohl ein Song, der für Hallenkonzerte prädestiniert ist. Das Publikum soll die Hook mitsingen und die Feuerzeuge in die Luft halten. So berechenbar wie dieser Songs ist, ist leider auch das Album. Es ist einfach ein Album fürs Radio, allerdings eher für die kleineren oder Webradios. Sorry Jungs!
Mein Fazit: Für alle Fans des Melodic Rock ist Radiation Romeos eine angenehme Sache, allerdings ist die Platte für mich zu einfach gehalten und zu sehr auf Radio gestimmt. Das könnte natürlich für ein wenig kommerziellen Erfolg sorgen, ich würde es Ihnen natürlich wünschen. In mein Plattenregal kommt die Scheibe allerdings nicht!
Bewertung: 6,0 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Radiation Romeos
02. Ocean Drive
03. Bad Bad Company
04. Mystic Mountain
05. Like An Arrow
06. Promised Land
07. Castaways
08. Ghost Town
09. Til The End Of Time
10. On The Tight Rope
11. Monstertraxx

