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TRANSILVANIA – Magia Posthuma (2026)

(10.131) Miriam (8,5/10) Black/Thrash Metal


Label: Invictus Productions
VÖ: 13.03.2026
Stil: Black/Thrash Metal







Manchmal reicht schon ein Blick auf ein Bandlogo, um sofort Interesse zu wecken – und genau das ist bei den Österreichern von TRANSILVANIA der Fall. Das Logo der Band feiere ich wirklich extrem: klassisch, düster und ein Hauch übertrieben… genau die Art von Schriftzug, die bei mir sofort Black-Metal-Vibes versprüht. Trotzdem muss ich zugeben, dass die vorherigen Veröffentlichungen der Band bei mir nie wirklich bleibende Spuren im Gedächtnis hinterlassen haben. Sie waren keineswegs schlecht, aber eben auch Nichts, das sich dauerhaft festgesetzt hat. Umso gespannter war ich darauf, ob Magia Posthuma diesmal stärker hängen bleibt.

Mit Magia Posthuma liefern TRANSILVANIA ein Album ab, das besonders in seiner ersten Hälfte richtig stark auftrumpft und die Erwartungen schnell hochschraubt. Die Mischung aus traditionellem Black Metal, Heavy-Metal-Einflüssen und gelegentlichen atmosphärischen Momenten sorgt für ein abwechslungsreiches Gesamtbild – auch wenn das Album im Mittelteil etwas an Schärfe verliert.

Der Opener „Magia Posthuma“ startet zunächst eher unscheinbar. Kein bombastischer Einstieg, kein sofortiger Nackenbrecher – stattdessen baut sich der Song Stück für Stück auf. Genau das macht ihn aber so effektiv: Die Spannung steigt kontinuierlich und spätestens nach einigen Minuten ist klar, dass hier mehr dahintersteckt. Der Track funktioniert hervorragend als Türöffner für das Album, weil er Neugier weckt. Man fragt sich automatisch: Bleibt es beim leicht angehauchten Old-School-Black-Metal-Feeling oder kommt noch eine Überraschung?

Mit „Thrall“ folgt dann direkt eines der absoluten Highlights der Platte. Der Song erinnert mich sofort an MELECHESH – dieser leicht orientalisch angehauchte Sound blitzt immer wieder durch und verleiht dem Stück eine besondere Atmosphäre. Gleichzeitig wird man von Blastbeats regelrecht überrollt. Das Ding macht einfach Laune: treibend, aggressiv, eingängig und voller Energie. Genau so muss ein Song klingen, der einen komplett mitreißen soll.

Auch „Set The Tombs On Fire“ hält das Niveau locker. Hier trifft Heavy Metal auf Black Metal – schrille, fast schon kreischende Riffs stehen neben massiven Blastbeat-Passagen. Die Kombination funktioniert erstaunlich gut und sorgt für ordentlich Druck. Spätestens hier ist klar: Die ersten drei Tracks bilden ein richtig starkes Einstiegstrio.

„Tuberculosis Reigns“ schlägt anschließend etwas stärker in die Heavy-Metal-Kerbe. Die Struktur wirkt geradliniger, die Riffs haben mehr klassischen Metal-Charakter, ohne die dunkle Grundstimmung komplett zu verlieren. Der Song wirkt wie eine kleine stilistische Verschnaufpause, bevor es mit „A Tower To Confess“ wieder stärker in Richtung Black Metal geht. Dieser Track bringt eine melancholische Note ins Spiel und bewegt sich überwiegend im Midtempo. Die Atmosphäre wirkt deutlich düsterer und nachdenklicher, wodurch der Song eine ganz eigene Stimmung entfaltet.

Leider verliert das Album danach etwas an Schwung. „Hallows Of The Heir“ und „Poenari By Night“ sind keineswegs schlechte Songs, wirken aber im Vergleich zum starken Anfang etwas ideenärmer. Das Album, das zuvor so klar nach oben strebte, läuft hier ein Stück weit nur noch vor sich hin. Die Energie und die markanten Momente der ersten Tracks verschwimmen etwas – schade, denn bis dahin deutete vieles auf ein absolutes Top-Album hin.

Zum Abschluss gibt es mit „The Faustian Bargain“ noch einmal einen versöhnlichen Moment. Der Song wirkt wie ein bewusst gesetzter Schlussakt: melodischer, etwas langsamer und mit mehr Raum für Gitarrenarbeit. Besonders die Soli stechen heraus, während der Track gleichzeitig einen groovigen Unterton entwickelt. Eine Mischung aus Heavy- und Black-Metal-Elementen sorgt dafür, dass der Song noch einmal alles zusammenführt, was zuvor auf dem Album angedeutet wurde.

Auch optisch weiß Magia Posthuma zu überzeugen. Das Cover wirkt äußerst kunstvoll und gleichzeitig angenehm anders als viele Genre-Standards. Die opulente Umrandung lässt mich sofort an die Alben von WHREDOM RIFE denken, deren Artworks ebenfalls oft mit solchen kunstvollen Rahmen arbeiten und dadurch fast wie dunkle Gemälde wirken. Das passt hervorragend zur Atmosphäre des Albums.

Unterm Strich bleibt Magia Posthuma ein sehr solides Album mit einem richtig starken Einstieg. Die ersten Songs zünden sofort und zeigen, welches Potenzial in der Band steckt. Dass der Mittelteil etwas verschwimmt, verhindert zwar den ganz großen Wurf – dennoch bleibt ein Album, das viele richtig gute Momente bietet. Man kann eben nicht immer alles haben.

Anspieltipps:
💀Thrall
🔥 Set The Tombs On Fire


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Magia Posthuma
02. Thrall
03. Set The Tombs On Fire
04. Tuberculosis Reigns
05. A Tower To Confess
06. Hallows Of The Heir
07. Poenari By Night
08. The Faustian Bargain




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