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BELIALED – The Echoless Chasm (2026)

(10.303) Clemens (6,0/10) Melodic Black Metal


Label: Trollzorn Records
VÖ: 29.05.2026
Stil: Melodic Black Metal






Aus Nordrhein-Westfalen haben uns BELIALED ihr 2. Album „The Echoless Chasm“ geschickt. Veröffentlicht wurde der Silberling über das bekannte Label Trollzorn Records, welches schon oft ein Händchen für guten Pagan- und Black Metal bewiesen hat bzw. eine Instanz für eben dieses Genre in unserem Land ist. Als Melodic Black Metal wird uns vorab der Stil beschrieben, dem ich auch gut zustimmen kann.

Wenn man aber eine andere Schublade sucht, kann man auch gut und gerne „Atmospheric“ als Präfix verwenden, trifft es für den ein oder anderen Hörer ggf. sogar besser. Fest steht: Hier geht es vor allem schnell, aber auch ordentlich melodiös-düster zu Werke. Schnelle Blastbeats treffen auf eine ordentliche Gitarrenklangwand, wie man es vermutet hat bzw. wie es sich in dem Subgenre des Black Metal auch gehört. Diese Wucht aus Drums und Gitarren wird dann ab und an mit ruhigeren, manchmal auch melancholischen Parts unterbrochen bzw. findet sich grundsätzlich in den etwas langsameren Passagen die ein oder andere Melodie wieder, die gut ins Ohr geht.

Von der Soundqualität und der technischen Seite her ist die Platte wirklich außerordentlich gut produziert und perfekt auf den Stil zugeschnitten. Präzise wie ein chirurgisches Messer bohren sich die Klänge in die Fontanelle, während Bein und Mark von Snare und Co. durchgeknetet werden. Instrumental, einzig und allein von den Vocals her, bin ich leicht enttäuscht, da diese zu monoton bzw. etwas zu leise des Öfteren im Gesamtbild untergehen. Ich glaube, mit ein wenig Abwechslung wäre an manchen Stellen mehr gegangen (The River Carries Her Essence).

Und damit leitet sich das ganz große Manko der Platte ein, denn auch wenn alles ganz gut klingt und seine Reize findet, so fehlt mir grundsätzlich der Wiedererkennungswert bzw. der richtige Aufhänger, genau diese Platte und diese Band hören zu wollen. Gerade dieses Genre ist ähnlich wie der HM2-Sound und Hype im Death Metal so langsam mehr als nur überflutet und um da wirklich hervorzustechen, braucht es mehr als Top-Sound oder technische Raffinesse. Vieles klingt wie Band XY aus der Sparte (Monolith), oder selbst wenn einem mal ein Song gefällt, so hört dieser so abrupt auf, dass man sich fragt, warum man diesem guten Stück gefühlt die Luft zu früh abgedreht hat (Invoke The Elements).

Und genau dies sind dann die Teile des Puzzles, die beim überfüllten Markt bzw. den etablierten Bands meines Erachtens ausmachen, ob eine Platte zündet, weiterempfohlen wird oder eben nicht. Etwas schade, aber die Band steht mit zwei Scheiben auch noch ein wenig am Anfang bzw. hat gutes Potenzial, vielleicht doch noch aus dem großen Sumpf hervorzustechen. Und selbst wenn sie es nicht tut, wird sie live, glaube ich, dennoch einigen Leuten gefallen und schöne Runden im Underground drehen können. Auch dieser Platz muss gefüllt werden und hat seine Berechtigung sowie seine Abnehmer. Für diese Leute ist die Band definitiv ein Ohr wert!

Anspieltipps:
🔥Poisoned Mirror
💀Only Embers Remain


Bewertung: 6,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Monolith
02. Poisoned Mirror
03. Invoke The Elements
04. The River Carries Her Essence
05. The Echoless Chasm
06. Only Embers Remain
07. Haunted Ruins
08. Dornenwald




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