Label: Relapse Records
VÖ: 16.08.2019
Stil: Death Metal
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Wer mich kennt weiß, dass ich gern mal ein wenig Knüppel aus dem Sack vertrage und mich vor einer derben Grindkeule nicht ins Bockshorn jagen lasse. Im Falle der von mir eigentlich hoch eingeschätzten Devourment verhält es sich allerdings ein wenig so, als ob ich permanent mit der Birne gegen die Hauswand renne, Beulen davontrage und dennoch danach genauso schlau bin wie vorher. Die Amis gehen auf ihrem nunmehr sechsten Album so unfassbar derbe zur Sache, was an sich ja nicht schlimm ist, doch wenn sich jeder der 10 auf der Scheibe befindlichen Songs fast gleich anhören, ist ein ungetrübter Hörgenuss fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Selbst die fette Produktion kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier kompositorisch etwas vollends im Argen liegt. Es wird ausnahmslos gebolzt, Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, ohne dass auch nur ein einziger Song heften bleibt. Das ist mehr als bedauerlich, denn ich weiß, wie die Texaner live abgehen und Spaß verbreiten. „Obcene majesty“ ist allerdings das genaue Gegenteil davon, reißt einem brachial die Birne vom Leib, was in diesem Fall allerdings wenig schmeichelhaft gemeint ist. Es rattern, es bummert und immer wieder die gleichen Strukturen. Das ist öde, langweilig und gänzlich suboptimal für einen ruhigen Abend bei Kerzenschein und einer Tetrapackung Sangria. Ehrlich, ich habe es dreimal versucht und kam immer wieder auf das gleiche Ergebnis. Natürlich werde mich Einige von Euch jetzt zum Leibhaftigen jagen wollen, doch da muss ich drüberstehen. Viel erwartet, heftig aufgeschlagen und über alle Maßen enttäuscht lautet mein Fazit.
Bewertung: 4,5 von 10 Punkten
Tracklist:
01. A virulent strain of retaliation
02. Cognitive sedation butchery
03. Narcissistic paraphilia
04. Arterial spray patterns
05. Profane contagion
06. Dysmorphic autophagia
07. Sculpted in tyranny
08. Xenoglossia
09. Modum sui morte
10. Truculent antipathy
DEVOURMENT – Obscene majesty (2019)
(5.680) Olaf (4,5/10) Deathgrind

