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THREAT SIGNAL – Revelations (2026)
(10.203) Timo (6,5/10) Neo Thrash/Core
Label: Agonia Records
VÖ:27.03.2026
Stil: Neo Thrash/Core
Mit Revelations liefern die Kanadier hier bereits das zweite Album für Agonia Records ab. Das 2017er Album Disconnect hat dabei auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Überzeugungsarbeit konnte es zu seiner Zeit bei uns jedoch nicht leisten und lediglich 5 Punkte von 10 verbuchen, was allein schon einiges aussagt.
Für die große Überraschung sind THREAT SIGNAL auch heute nicht gut, aber versuchen einen teilweise recht ansprechenden Spagat aus Modern Metal/Thrash und diversen Core Elementen. Alles auf neu krempeln sie dabei dennoch nicht, schaffen es sogar das Momentum vereinzelt auf ihre Seite zu ziehen, mehr eben auch nicht.
Druckvoll und absolut zeitgemäß sind sie dabei unterwegs, musikalisch metallisch wuchtig, zwischen Groove und einigen Tempoboostern. Die Riffs agieren dabei steril und messerscharf, überzeugen dabei aber zu selten und liefern typisches Mittelmaß ab. Vereinzelter Wiedererkennungswert schimmert dennoch immer wieder mal durch.
Ein gutes Paradebeispiel ist dabei gleich der Opener The Great Tribulation, dem vieles gelingt. Kratzbürstig, messerscharf, aber auch einfühlsame Elemente gut miteinander funktionieren lässt. Oder dass eher thrashige groovende Non Essential, mit einem griffigen Chorus, dabei gut Ballett macht. Death Will Find Us all, welches gut in Fahrt kommt. Oder das atmosphärische Paralysis mit seiner Heavyness, sind sicher kein kompletter Reinfall. Auch gegen Ende kann ein Song wie Hell and Back, sogar noch richtig packen und hält das Album auf einem durchschnittlichen Niveau.
Die Herangehensweise wirkt heut etwas abgenutzt, weichgespült sind die Songs aber keineswegs. Risiko gehen THREAT SIGNAL leider eher kaum ein und verarbeiten die gängigen Muster. Viel Groove, Melodie auch mal etwas Tempo und die gängigen Breakdown Shouts. Genrefreunde werden dabei umfänglich bedient, eigentlich liefert die Band alle handfesten Trademarks die man bei diesem Sound in den letzten 20 Jahren zu Ohren bekam. Ein gelungenes Comeback, nicht sonderlich einfallsreich, dass aber wuchtig und heavy aus den Boxen donnert. Die Band zeigt sich dabei gewiss in keiner schlechten Form. Funktioniert, aber mehr eben auch nicht.
Anspieltipps: The Great Tribulation und Non Essential
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten
01. The Great Tribulation
02. Non Essential
03. Exercise The Demon
04. Fire at Will
05. Death Will Find Us All
06. Paralysis
07. Revelations
08. NME
09. Hell and Back
10. Live For You

