Label: Allegiance Records
VÖ: 24.03.2017
Stil: Modern Melodic Thrash Metal
Auch 2017 hat sogenannter " Modern Melodic Thrash Metal " neben den ganzen Retro Genres seine Beliebtheit weltweit nicht verloren und es ist sicher nicht frevelhaft, das sich auch im schönen Portugal Bands gründen, um sich einen Teil vom immer kleiner werdenden Erfolgskuchen abzuschneiden.
Adamantine gehören seit ihrer Gründung 2007 also somit schon zu den etwas älteren Hasen im Musik Biz und haben es laut Info seither dennoch erst auf ein Album gebracht, was wohl auch am exzessiven Touren der Band zu liegen scheint. Ob sich mit vorliegenden zweiten Album das alte Sprichwort " Gut Ding will Weile haben " bewahrheitet, oder besser gesagt man durch das neue Album für Verkaufsrekorde ( von einem Jahrhundertwerk im oben genannten Genre will ich garnicht sprechen ) sorgt, liegt im Auge des Betrachters.
Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall die schöne und fette Produktion, eine Tatsache die allerdings mittlerweile auch auf tausend andere Bands zutrifft. Gemeinsam mit vielen Gruppen jedweden Genres haben Adamantine leider auch einen Makel gemeinsam: Lausig wenig eigene Ideen, denn die Tracks auf der Scheibe hören sich mehr oder weniger gleich an und könnten somit auf fast jeder x-beliebigen Modern Melodic Thrash Metal Veröffentlichung stehen. Auch der Gesang ist recht durchschnittlich anzuhören, was besonders auf die Gröhlpassagen zutrifft. Und der Wechsel von eben härterer zu klarer Gesangslinie ist nun auch nicht unbedingt die Innovation schlechthin.
Allerdings fällt eines auf - Adamantine machen immer dann eine gute Figur, wenn sie das Tempo drosseln und der Gesang ausschließlich eine klare Note zum Tragen bringt, so wie bei " Remember Who You Are " oder besonders auf " Hydra " zu hören. Denn dort entfalten die melancholischen langsamen Riffs, die für Akzente setzende Lead Gitarre zusammen mit dem schon fast etwas traurigen Gesang und dem eingängigen Refrain die Lust mehr zu hören. Wenn man es nicht besser wüsste...
Ich weiß nicht genau, ob das Album eher für I-Tunes Hörer usw. geeignet ist, um sich gezielt die Höhepunkte herauszupicken, quasi als Hommage an die sich mittlerweile gänzlich geänderte Hörgewohnheit der Käufer. Mir als Verfechter von physischen Tonträgern wären 2 von insgesamt 11 Tracks viel zu wenig, um mein Geld für genau eben dieses Album auszugeben.
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Lux In Tenebris
02. Heroes & Villains
03. Fire That Cleanses
04. Reborn In Darkness
05. Remember Who You Are
06. Spellbound
07. Elegies Of War
08. Grudge
09. Hydra
10. Blood On My Hands
11. Everything Ends

