Label: Self-Release
VÖ: 28.12.2017
Stil: Melodic Death Metal
Es brodelt im Underground und immer mehr Bands erblicken das Tageslicht, entwickeln sich weiter, formieren sich neu oder bringen zum Teil leider unbeachtet ein Album nach dem anderen heraus. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wollen uns die Hamburger Jungs Confession by Silence mit "Reach The Surface" beglücken und releasen somit ihr 2tes Album nach 5 Jahren. Ich bin gespannt was aus der Einleitung auf das Album zutrifft.
Das moderne Coverartwork ist schon einmal gelungen und passt perfekt in die Melodic Death Metal Schiene. Zeit haben sie sich auch gelassen und somit genügend dieser gehabt, um an einigen Ecken und Kanten des Erstlings zu schrauben und sich weiter zu entwickeln sofern nötig. Leider wird sich beim mehrmaligen hören der Platte schnell herausstellen, dass sie sich noch nicht von ihren Idolen lossagen konnten. Sehr schade eigentlich, da gerade rein technisch gesehen die Musik echt Wumps hat.
Aber ihr Musik-Stil ähnelt für meinen Geschmack noch zu sehr Norther und Co, dabei vor allem aber Children Of Bodom ("Anyway"). Das muss vom Grund auf nicht so schwerwiegend sein, aber die Vorliebe der Musiker spiegelt sich in so vielen Faktoren wieder, die meiner Meinung nach der Eigenständigkeit und dem Potential der Band eher hinderlich sind. Sie wissen was sie tun, spielen wirklich astreinen Melo-Death, der vorwiegend sonst aus den finnischen Regionen stammt. Aber selbst die Übernahme des Soundgerüst, welcher zu steril und Tiefenarm ist, hätte nicht sein müssen. Einige Titel hätten mit ein wenig mehr Tiefe und Härte im Sound bestimmt mehr Pluspunkte kassieren können ("The Good Shepherd"). Darüber hinaus glänzen sie z.B. mit Ideenreichtum, setzten das Keyboard an einigen Stellen mehr als gewohnt in den Vordergrund, oder wissen an sich mit guten Songstrukturen und Abwechslungsreichen Songwriting den Hörer zu versorgen.
Aber es wird durch den, ich nenne es mal COB Schleier, so glatt gebügelt, sodass es eher wie ein Abklatsch klinkt, als eine eigenständige gute Band zu sein. Wem der Fakt aber nicht stört, bzw. wer genau das sucht, der kann getrost noch einmal 3 Punkte oben drauf legen. Da wie zwischendurch schon erwähnt das ganze Hand und Fuß hat, Abwechslungsreich ist und schon sehr professionell durch die Boxen schallt.
Bewertung: 5,0 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Falling Down
02. The Good Shepherd
03. A Better Day To Die
04. Confess
05. Autumn Child
06. Anyway
07. Nothing To Say
08. A Man´s Greed
09. Devil In The Detail
10. One Real World
11. Modern Reuiem
12. Reach The Surface

