Label: Satanath Records
VÖ: 15.08.2015
Stil: Black / Death Metal
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Die 2003 gegründeten slowenischen Black/Deather von Dalkhu werfen fünf Jahre nach ihrem letzten Release "Imperator" mit "Descend... Into Nothingness" am 15.08.2015 ein neues Album auf den Markt. Das Duo hat sich zur Maxime gesetzt, keine Konzerte zu spielen, sie wollen „nur“ Musik machen und diese veröffentlichen. Schade eigentlich, denn die mir vorliegende Platte hat auf jeden Fall Potential, auch mal Live umgesetzt zu werden.
Sieben Songs umfasst das 45minütige Album und bietet soliden Black/Death Metal in guter Oldschool-Manier, bei dem auch melodische Parts und hymnenhafte Solis nicht fehlen dürfen. Die Gitarren bieten eine Menge Abwechslung und die Drums wirken nicht überladen, pflastern aber gut vor sich hin.
Immer wieder tauchen in den Songs auch Passagen auf, die ordentlich Groove enthalten und zum Kopfnicken animieren, bevor es dann wieder etwas verspielter und mitunter mit Blastbeat-Attacken zur Sache geht. Ein Anspieltipp für mich ist auf jeden Fall „In the Woods“, der auch der mit Abstand melodischste Song auf „Descend…Into Nothingness“ ist. Hier beweisen die Slowenen ihr Gespür für Atmosphäre besonders, werden aber auch nicht müde, das Gaspedal zu treten, um immer wieder Abwechslung in die Melodien zu bringen. Das sieht bei „Distant Cry“ nicht anders aus, den ich auch für sehr gelungen halte. „Accepting the Burried Signs“ bietet da mehr Oldschool-Charakter und enthält auch typische schwarzmetallische Elemente, hier galoppieren sich die Herren voran und ich fühle mich in die Anfänge des Melodic-Death Anfang/Mitte der 90er versetzt, was den Song keineswegs schlecht oder verstaubt aussehen lässt, mir persönlich etwas zu fröhlich, aber es gibt viele, die diese Art mögen.
„Soulkeepers“ beginnt sehr melancholisch und transportiert die Stimmung durch die sieben Minuten, Anleihen zu Dissection sind nicht von der Hand zu weisen, dennoch ist der Song eigenständig und kein bloßer Abklatsch. Der letzte Titel „E.N.N.F.“ ist mit seinen über 10Minuten dann auch das längste Werk auf „Descend…Into Nothingness“. Die Drums pflastern durch und die Gitarren pflügen sich melodisch durch die slowenischen Wälder. In der Mitte wird mal kurz die Bremse getreten und es wird wieder atmosphärisch, bevor der zweite Teil eingeläutet wird., in dem sich ruhigere Parts mit wilden Blasts abwechseln, langweilig wird’s nicht.
Dalkhu hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, werde ich aber weiter beobachten. Die beiden Slowenen werfen mit "Descend... Into Nothingness" kein Überwerk auf den Markt, aber es ist sehr solide, was geboten wird. Die Scheibe ist ganz gut produziert und klingt transparent, was aber auch der Wucht keinen Abbruch verleiht. Einzig der Gesang kann auf die Dauer sehr eintönig sein, zumindest war es für mich so, hier wäre mehr Facettenreichtum angebracht, ich behalte Dalkhu im Auge und hoffe, dass die nächste Veröffentlichung nicht wieder 5 Jahre benötigt.
Bewertung: 7,5 von 10,0 Punkten
Tracklist:
01. Bitch Black Cave
02. The Fireborn
03. In the Woods
04. Distant Cry
05. Accepting the Burried Signs
06. Soulkeepers
07. E.N.N.F.
DALKHU (2015)
"Descend… Into Nothingness" (1.980)

