Label: De Tenebrarum Principio/ATMF
VÖ: 07.07.2017
Stil: Pagan Black Metal
Tzel und Ulf haben ne Band. Die heißt Aera und kredenzt Pagan Black Metal. Tzel schreibt die Lyrics und ist für den Gesang verantwortlich. Ulf macht den Rest. So sieht's hier aus bei dieser Band aus den weiten und abenteurlichen Jagdgründen des ewig bösen Schwarzmetalls. Geboten wird eiskalter mit Keyboardklängen garnierter Black Metal der rauen Sorte mit ordentlich Uffta und Rumms. Soweit so gut! Auch die Atmosphäre ist auf diesem Siberling schön dicht, unheilvoll und …. mysteriös. Immer wieder scheinen Zitate und Anleihen aus den für die Szene ach so glorreichen 90s durch. Da kennt jemand die Historie des Genres genau!Sei es das Riffing, Arrangements oder auch die verwendeten Sounds. Manches mutet geradezu nostalgisch im besten Sinne an. Aber es gibt ein wesentliches Manko, was es einem erschwert mitgerissen zu werden.
Der Gesang ist definitiv zu leise abgemischt und das Keyboard sticht dafür an den unpassenden Stellen zu sehr hervor. Hmmmm, eine zwiespältige Angelegenheit. Dynamik? Völlige Fehlanzeige. Ich bleibe etwas ratlos zurück. Da will man anti sein, aber wartet dann doch mit musikalischen Finessen auf, die eine ausgewogenere Produktion verdient gehabt hätten. Da muss man sich schon entscheiden, was man will. Vielleicht fehlt es auch noch etwas an Erfahrung?
Mit 20 Minuten für 3 Tracks kann man sich denken, dass die Lieder nicht zur Kurzweil einladen. Man muss sich schon darauf einlassen. Was ich hier höre ist oberer Durchschnitt. So muss ich es auf den Punkt bringen. Wirklich erhebend ist anders. Aber schlecht ist das Ganze auch nicht. Ich bin unentschieden.... das Riffing ist klasse, die Reminiszenzen an die 90's geschmackvoll, aber der farblose Krächzgesang lässt auch den besten Song wie ein Sturm im Wasserglas erscheinen. Schade!
Bewertung: 5,9 von 10 Punkten
Tracklist:
01. An Affirmation of Forsworn Vows
02. Litany of Iron I: Ancient Graves of the Fallen – II: Rekindled Fires
03. Die Wulvsära

