CALLOUS MASTER - Callous Master
(10.524) Timo (4,5/10) Black Metal
Label: Invictus Productions
VÖ: 09.10.2026
Stil: Black Metal
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Die irischen CALLOUS MASTER legen drei Jahre nach ihrem Demo MMXXIII mit dem selbstbetitelten Debutalbum nach. Nach zwei Durchläufen kann ich keinesfalls von einem nachhaltigen Unterfangen sprechen. Dabei ist weder der Sound, noch die Optik ein störendes Element. Allerdings ist das Songwriting arg mangelhaft, trotz der scheinbaren Huldigung der frühen Wellen des Black Metal.
Als grobe Orientierung müssen jetzt erstmal Hellhammer, Bathory und natürlich Venom in die Bresche springen. Im Infosheet werden noch weitere Pioniere wie Master‘s Hammer und Mercyful Fate genannt, was aber ein ziemlicher Irrweg ist. Eher ist der Sound von CALLOUS MASTER ruppiger und raubeiniger Black Metal, der sich größtenteils im atmosphärischen Midtempo aufhält. Dabei aber fast nie einen Sog entwickelt. Stilistisch werden die Anfänge des rohen und schmutzigen Black Metal zitiert, eingebettet in einer unheilvollen und kratzbürstigen Aggression. Auf Geschwindigkeit verzichtet man dabei allerdings fast ausschließlich.
Einen Anspieltipp welcher besonders heraussticht konnte ich leider zu keiner Phase der 36 Minuten ausmachen, das sagt eigentlich schon alles. Dabei sind die Songs stilistisch traditionell, Ende der 80er, zu Beginn der 90er Jahre verwurzelt. Hier machen CALLOUS MASTER zwar keine Gefangenen und bringen eine vielversprechende Grundlage für ein räudiges Stück Underground mit. Doch zwischen interessanten Einflüssen und überzeugenden Songs liegen bekanntlich Welten.
Trotz der bewusst ungeschliffenen Machart will der Funke kaum überspringen. Die Riffs bleiben häufig blass, die Kompositionen entwickeln nur wenig Eigendynamik und der rohe Charakter schlägt allzu oft in bloßes Poltern um. Was nach kompromisslosem Chaos klingen soll, hinterlässt dadurch eher einen zähen als einen mitreißenden Eindruck. Die Songs bleiben überwiegend blass, die Riffs wollen sich nicht festsetzen und selbst ein paar dezente Lichtblicke ändern wenig am ernüchternden Gesamteindruck. Der 3minütige Elektro-Noise-Einschub The Crossing of Samsara wirkt zusätzlich wie ein Lückenfüller.
Am Ende bleibt eine unterdurchschnittliche Veröffentlichung, die vor allem durch ihre ruppige, hässliche und polterige Machart auffällt – leider nicht durch eine überzeugende Darbietung. In der vorhandenen Gemengelage gab es sicher schon Bands die mich deutlicher überzeugten, hier bleibt am Ende außer Neugierde, für eine neue Band aus dem Underground, nicht viel übrig.
ANSPIELTIPPS:
Keine

