STREAMER – Into the Void (2026)
(10.494) Maik (8,2/10) Heavy Metal
Label: High Roller Records
VÖ: 16.10.2026
Stil: Heavy Metal
Schon seit 2013 treiben die Katalanen STREAMER schon ihr Unwesen im spanischen Metalversum. Nun stehen sie bereits mit dem dritten Langspieler auf der Matte, mit dem ihnen hoffentlich auch international Aufmerksamkeit gezollt wird. Denn nach dem guten Start, den die Band mit ihrem Debütalbum „Now Or Never“ und der davor erschienenen EP „Broken Dreams“ hingelegt hatte, fiel das Release der zweiten LP dummerweise in die Coronazeit, was es der Formation vermieste, ihre Songs live zu präsentieren.
Nun sind STREAMER bei High Roller gelandet und das dritte Album nennt sich „Into The Void“. Was titelmäßig scheinbar in Richtung Doom weist, entfaltet sich musikalisch doch auf völlig andere Weise. Denn die Katalanen spielen klassischen Heavy Metal, der sich zwischen der NWOBHM und Achtziger-US-Metal bewegt und somit in die Richtung schwedischer Acts wie IN SOLITUDE, PORTRAIT oder RAM zielt.
Man kann also einerseits mit einem melodischen Grundtenor rechnen, der aber mit schönen Heavy-Riffs und einer düsteren, wenn nicht gar melancholischen Note gewürzt ist. Heulsusenmucke sollte man aber definitiv nicht erwarten, denn STREAMER hauen doch ziemlich auf die Mütze, verzetteln sich auch nicht in belanglosem Gedudel.
Teilweise werden sie sogar etwas episch bis progressiv, wie bei den Songs „No Turning Back“ und „Insane World“, mit Twin Guitars (ja, die alten IRON MAIDEN schauen des Öfteren ums Eck) und allem Drum und Dran. Aber eben nicht so, dass es dem Hörer die Ohren verknotet, sondern immer songdienlich und nachvollziehbar. Und wer bei „Wanted Head“ nicht wenigstens mit dem großen Zeh wippt, sollte sich definitiv mal auf noch vorhandene Lebenszeichen checken lassen.
STREAMER legen mit „Into The Void“ ein klassisches Heavy-Metal-Album vor, welches zwar keine neuen Bastionen erbaut, die schon vorhandenen aber schön aufpoliert. Hier stimmt das Miteinander zwischen Melodie und Härte, die Scheibe wirkt zeitlos – klassischer Heavy Metal mit vollem Sound, nicht überproduziert, sondern erdig und authentisch.
Anspieltipps:
🔥No Turning Back
🎸Wanted Head
Bewertung: 8,2 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Almanzor (Intro)
02. The Day That Barchinona Died
03. No Turning Back
04. Never Said Goodbye
05. Falling Again
06. Rock All Around
07. Insane World
08. Wanted Head
09. Liar’s End
10. Into The Void

