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THE MORGROTUSKTHULULUST- OCCULTOBSKULLTY HORRORMANCE - Lovekiller (2026)

(10.495) Stephanie (8,8/10) Black'n Roll


Label: DIY
VÖ: 09.10.2026
Stil: Black’n Roll
 






Juhu, eine meiner liebsten Livebands bringt ein neues Album heraus und natürlich habe ich mich umso mehr darauf gefreut, diese Review zu machen. The Morgrotuskthululustoccultobskullty Horrormance, kurz nur Horrormance, stehen für mich für Party und Krawall, aber auf süß. Denn Stimmung machen die Jungs aus Unterfranken auf jeder Bühne, die sie betreten. Gemastert hat es Johannes, welcher auch als Mastermind hinter dem Black-Metal-Projekt „Wehmut“ steckt.

Der erste Song namens „Satanic Moonshine Cult“ klingt vielversprechend und wer Black ’n’ Roll erwartet, wird ihn auch bekommen! Hoch die Shotgläser! „Es ist Frühling“ beginnt etwas trister (liegt wohl an der Jahreszeit?), doch schnell dreht sich der frische Wind und so wie Väterchen Frost sich im Frühling verabschiedet, zieht auch die Traurigkeit von dannen – außer man hört auf den Text, haha. Das ist wohl eher Ansichtssache. Wilde Gitarrenriffs stimmen auf die Wiedergeburt der Natur ein, herrlich.

Nicht nur ohne Label: Homemade wurde hier absolut ernst genommen. Bis auf Gitarre und Gesang, welche bei Marcel Winkler in Veitshöchheim eingespielt wurden, wurden alle Instrumente zuhause aufgenommen und dann zusammengefügt. Richtig krasse Leistung in meinen Augen, dann doch recht komplexe Musik am Ende so zusammenzufügen, dass es nahtlos passt.

Feiersong gefällig? Dann wird euch „Horrormaniacs“ gefallen. Erinnert mich an eine düstere Art Motörhead, aber in besser (ich mag Motörhead nicht, steinigt mich nicht).

Kommen wir zum gleichnamigen Song wie das Album: „Lovekiller“ – ich sehe hier einen richtig guten Partysong, der stark anfängt und nichts verspricht, was er nicht halten kann. Gibt mir absolute Old-School-Motorrad-Roadtrip-Vibes und das wird auch auf meiner Moped-Playlist landen. Man spürt hier mehr den Rock and Roll und weniger den Black Metal – sogar Psychedelic-Einschläge sind hier eingebaut worden und es passt alles fantastisch zusammen. Ich glaube, das ist der längste Partysong, den ich je dazu erkoren habe. Diese über acht Minuten vergehen wie im Flug.

Und wenn die Party vorbei ist und man verkatert rumliegt? Dann sollte man „Graveyard Ghoula Goregasm Gospel“ auflegen – sofern man sich nicht die Zunge gebrochen hat beim Aussprechen (ähnlich wie beim vollen Namen der Band). Die Stimmung erinnert an einen Friedhof à la „American Horror Story“ und ist daher der Halloween-Banger 2026. Oder falls mal wieder jemand eine Motorradserie dreht, sollten die Macher sich definitiv bei den Jungs für den Soundtrack melden.

Dem Motorenthema bleiben wir treu. „Start Your Engines“ ist ein solider Track, der sich eignet für Menschen, die das Genre nicht kennen und einen Einstieg suchen. „Grön Älvaäng“ bietet anfangs Kontrastprogramm zum vorher Gehörten mit einem ruhigen Intro – bis dann wieder ordentlich, und ich meine ordentlich im klassischen Sinne, die Gitarren geschrubbt werden. Falco-Fans in the house? Dann ist der Song für euch! Eins der coolsten Gitarrensoli des Albums findet sich im letzten Drittel dieses Liedes.

Kein Album ohne Ballade – sofern man Black Metal darunter verbuchen kann. Denn so schließt das Album mit „Ghost“ in diesem dunklen Genre ab und hinterlässt fetzige Partymusik, die man sich auch in/auf Fahrzeugen megagut reinziehen kann. Und passender zur Jahreszeit hätte man es nicht veröffentlichen können.

ANSPIELTIP:
💀Graveyard Ghoula Goregasm Gospel


Bewertung: 8,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01 Satanic Moonshine Cult
02 Frühling
03 Horrormaniacs
04 Lovekiller
05 Graveyard Ghoula Goregasm Gospel
06 Start your Engines
07 Grön Älvaäng
08 Ghost



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