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FEBRUUS – Destruction of Conflict (2026)

(10.462) Timo (7,5/10) Tech/Prog Death Metal


Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 04.09.2026
Stil: Tech/Prog Death Metal






Nach etwas mehr als 2 Jahren kredenzt uns der federführende Andreas Karlsson, mitsamt seinen Prog/Tech Death Metal Projekt FEBRUUS nun auch den Nachfolger zu Surveillance Orgy. Maik vergab dafür 7,8 Punkte und fand die instrumentale Umsetzung recht interessant. Mit Destruction of Conflict tritt der schwedische Mastermind nun erneut an den Start und hat wiederholt ein durchaus anspruchsvolles, wie auch komplexes Death Metal Album veröffentlicht. 

Das Songmaterial auf dem aktuellen 8 Tracker bietet wieder einige Facetten, zwischen dissonanten und technischen Auswüchsen, die auch mal sperriger ins Gebälk sägen. Für Anhänger des Tech,-, wie auch Prog Death Metal dürfte der vorgetragene Stil sicher nicht uninteressant sein. Auch wenn das Material recht herausfordernd ist. Die unabdingbare Aufmerksamkeit ist hier so wichtig wie das Amen vor dem Fegefeuer. Die Mixtur aus Tech/Prog, wie auch Brutal Death, aber auch mal klassische Elemente des Genre, lassen immer wieder mal aufhorchen. 

Charakter ist den Songs nicht abzusprechen, auch wenn es sicher ziemlich speziell ist und sich das Puzzle erst nach und nach zusammenfügt. Technisch auf einem hohen Niveau angesiedelt, wirkt die Produktion für meinen Geschmack etwas zu steril und komprimiert. Einige Passagen des Albums könnten dabei auch ausführlicher sein, manchmal wirkt es doch arg gestückelt, wie ein Potpourri vieler Ideencluster. Auf gut 40 Minuten ist auch dieses Mal der Gesang nicht das stärkste Element des Albums. Und kann man eher als zweckdienlich bezeichnen, etwas mehr Charakter hätte den Songs auch in dieser Hinsicht gutgetan. 

Zwischen Blastbeats, Tempowechsel und zahlreichen tiefen Growls bringt sich Suicide By Proxy am stärksten in Stellung, die eigene Note ist unbestreitbar. Auch das wilde unberechenbare The First Limb is Cut, ist nicht aus der Restetonne. Die antiken, traditionell musikalischen Elemente sind bei Scavangers of the Forgotten Poor ein absolutes Hauptaugenmerk, die sich vorzüglich mit der stilistischen Ausrichtung von FEBRUUS ergänzen. Auch textlich ist der Herr anspruchsvoller, nachdenklicher unterwegs, so werden der Verfall der Gesellschaft thematisiert, wie auch Konflikte, Eskalation und auch Gewalt, bis zur Selbstzerstörung. Das ist schon ein harter Tobak, aber Coverartwork, Musik und Texte bilden hier eine perfekte, wie verstörende Einheit.

Das war es dann auch schon. Auch wenn das Songwriting und auch die Ausführung hier noch nicht vollends perfekt sind, hat der Stil des Schweden durchaus seinen Reiz, Death Metal der wahrlich überhaupt nicht schwedisch ist und dabei doch ziemlich aus der Reihe tanzt. Musikalisch kann man dabei durchaus vom gehobenen Mittelmaß sprechen, der rein von der Veranlagung noch einige saftige Brocken im Köcher zu haben scheint. 

Anspieltipps: Suicide By Proxy und Scavangers of the Forgotten Poor 


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Genocide by Default
02. Measures of Escalation
03. Suicide by Proxy
04. The First Limb is Cut
05. The Misery That Awaits the World
06. Fueled by Narcissism
07. Scavangers of the Forgotten of Poor
08. Suppressing the Future





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