Live on Stage Report: WACKEN 2026
vom 28.07. bis 01.08.2026 @ Wacken
Tag 6 - Freitag, 31.07.2026
Kommen wir zum vorletzten Tag und dieser war auch wieder vollgepackt bis unter das Dach. Wie üblich: 10:00 Uhr, ihr kennt es bereits und dann ging es rüber zur Faster Bühne. Um 12:30 Uhr erklang Nana Mouskouris liebliche Stimme auf dem Infield und es wurde bei „Guten Morgen Sonnenschein“ mitgebrüllt. Das Toilettenpapier flog durch die Luft und ich musste feststellen, dass es eine erheblich hohe Anzahl an aufblasbaren Tieren und Dingen gab.
Es folgte das Ghostbusters-Theme und Toilettenbürsten flogen von der Bühne. Ihr wisst, was kommt, oder? Richtig, es war Zeit für GUTALAX! Das Durchfallkommando machte auch keine Gefangenen. Hier wurde jeder Ton ordentlich versenkt und das Moshpit ähnelte einer Toilettenspülung. Für Maty und seine Jungs war ihr erster Wacken-Auftritt eine wahre Glückswurst.
Danach guckten wir uns noch VREID an und hier muss ich sagen, dass recht wenig hängen blieb. Die Band sah ich vor genau 20 Jahre auf derselben Bühne das erste Mal und bis auf das alter der Musiker hatte sich nicht viel verändert. Für mich war die Show auf einer der Mainstages leider fehlplatziert und es war auch zu früh für ihren Black Metal. Das einzig coole an der Show war der Gastauftritt von Agnete (DJERV) und Chris Pontius von JACKASS. Auch wenn ich den Schluss seiner Performance etwas seltsam fand. Chris rannte als typischer Partyboy mit Corpspaint über die Bühne und ging dabei ab. Kann man machen, muss man aber nicht.
Nach dieser Show zeigte ich Lotti PARADISE LOST. Ich mag die Band, aber irgendwie konnten auch sie nicht richtig zünden. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir doch etwas durch waren oder am Sonnigen Wetter oder wirklich an der Band. PARADISE LOST waren solide, aber irgendwie holte mich oder uns die Show nicht ab. Ich denke hier wäre ein späterer Slot auch besser gewesen. Nach PARADISE LOST gingen wir zur Headbanger Stage, denn dort spielten ANY GIVEN DAY. Ich sah die Truppe vor ein paar Jahren beim Metal Frenzy und dort haben sie abgerissen. Heute wurde das Wacken Publikum zermalmt! Mit Feuer und einem mehr als fetten Sound lieferten die Jungs ab. „Never Surrender“ und „Limitless“ schlugen so dermaßen ein, dass man sich einfach bewegen musste. ANY GIVEN DAY gehören für mich zu den unterschätzten Bands in Deutschland und ich hoffe das sie noch viel weiter nach vorne gehen werden, verdient haben sie es.
Leider konnten wir nicht bis zum Schluss bleiben, da ich einen Fotopass für BLACK LABEL SOCIETY bekommen hatte. Was habe ich mich im Vorfeld auf Zakk gefreut. Ich wollte BLS schon seit 2005 mal live sehen, und endlich war der Tag gekommen. Das Konzert war großartig, auch wenn mir viele meiner Lieblingssongs gefehlt haben. Lotti tippte mich irgendwann bei dem Konzert an und meinte: „Das ist ein Gitarrengott!“, und sie hatte recht. Zakk lieferte, und als er No More Tears von OZZY spielte, flossen auch wieder Tränen – und das nicht nur bei mir. Beim letzten Song Stillborn wurde auch noch ein riesiges Bild von OZZY auf die LED-Wand geschmissen, und das war verdammt schön.
Nach diesem Konzert guckten wir uns den Auftritt von SAXON im United-Bereich an. Ich hatte SAXON schon so oft gesehen, dass wir uns einfach eine kurze Pause gönnen mussten. Das, was wir sahen, war okay … SAXON halt. Sie sind einfach eine verdammt coole Metalband, die liefert und jedes Mal wieder Spaß macht, aber die Pause war wichtiger.
Im Anschluss hatte ich wieder ein Date im Fotograben, diesmal mit IN FLAMES. Es war jetzt locker schon zehn Jahre her, dass ich IN FLAMES das letzte Mal gesehen hatte, und die Band hatte sich deutlich verändert. Bis auf Anders und Björn kannte ich keinen mehr auf der Bühne, aber dafür war der Sound brachial. Es war extrem laut und drückte einfach nur. IN FLAMES spielten eine Best-of-Show, und als ich so durch das Publikum blickte, musste ich feststellen, dass auch sie bereits zu den alten Eisen der Szene gehören.
Ich sah sie das erste Mal 2005 live vor relativ wenigen Leuten oder, besser gesagt, halben Kindern. Jetzt standen dort graue Männer und schrien sich die Seele aus dem Hals. Da merkte ich, dass ich alt geworden bin. Aber IN FLAMES lieferten, und das war auch wirklich sehr schön zu sehen.
METAL GODS!!! Mehr muss man nicht sagen, oder? Die älteste noch existierende Metal-Band der Welt trat auf. JUDAS fucking PRIEST betraten die Harder Stage, und es kam zusammen, was zusammengehörte. PRIEST spielten ein geiles Set. Auch wenn ich verwundert war, dass Breaking the Law, Metal Gods und You’ve Got Another Thing Comin’ gleich am Anfang gespielt wurden. Rob wirkte auch etwas erschöpft, und es fielen keine Ansagen von ihm. Ich habe PRIEST bereits einige Male gesehen, aber so wortkarg kannte ich Rob Halford nicht. Wer weiß, was da los war, aber in Anbetracht dessen, dass er der letzte Große der Szene ist, machte mich das ein wenig stutzig.
Trotzdem genoss ich das Konzert, und zu Painkiller stellten wir uns genau mittig vor die Bühne. Ich wollte den Song spüren, und das tat ich. Danach gingen wir etwas weiter nach hinten und genossen den Schluss. Für Lotti war das Highlight der Show sein Motorrad-Auftritt bei Hell Bent for Leather. Kult, einfach nur toll, und ich hoffe nach wie vor, dass es nicht mein letztes Konzert der Metal Gods von JUDAS PRIEST war.
Kommen wir jetzt aber wirklich zum Abschied einer Legende. RUNNING WILD spielten ihre wirklich letzte Show beim Wacken Open Air 2026 und ich durfte Rolf und seine Mannschaft noch einmal fotografieren. RUNNING WILD sind seit Jahren ein fester Bestandteil meiner Playlist und ich hatte sie auch zweimal zuvor in Wacken gesehen. Heute kam dann also der Abschied.
Das Intro lief und wurde von Alea und (ich glaube) Elsi von SALTATIO MORTIS mit Dudelsack begleitet. Zu Alea muss ich später noch mal etwas sagen, jetzt aber erst mal weiter auf der Jolly Roger. Das Intro war vorbei, es gab einen lauten Knall und es ertönten die Klänge von Bad to the Bone. Einer meiner Lieblingssongs gleich als Opener, das war perfekt. Rolf ließ sich auch nicht lumpen und feuerte aus allen Rohren.
Riding the Storm, Sinister Eyes, Branded and Exiled, Soulless und natürlich Under Jolly Roger gehörten zum regulären Set. Ich musste dann feststellen, dass ich während der Show auch mein zartes Alter von 37 auf 38 Jahre heraufgesetzt hatte, und wir feierten meinen Geburtstag ein letztes Mal mit RUNNING WILD. Danke für eure Musik!
Der Tag war lang, ich etwas älter, aber die Nacht noch nicht vorbei. Zwei Bands standen noch auf dem Plan, aber vorher führte ich Lotti noch schön zum Essen aus. Nach fast sechs Tagen der Ernährung mit Scheiße und dem typischen Festivalfraß holten wir uns zur Feier des Tages einen Burger. Meine Fresse, das war wirklich ein Orgasmus für den Gaumen.
Und dann ging es aber weiter zu SUBWAY TO SALLY. In meiner Jugend hörte ich sie sehr oft und liebte ihre Musik. Ich verlor dann irgendwann das Interesse an ihnen, aber als ich sie vor zwei Jahren beim Metal Frenzy sah, entfachte die alte Liebe neu. Die Potsdamer lieferten auch ab. Gut, sie waren es auch gewohnt, beim Wacken so spät zu spielen, auch wenn es dieses Jahr für SUBWAY TO SALLY wirklich noch eine humane Zeit war. Es wurde querbeet durch das Portfolio der Band gespielt und bei Julia und die Räuber zeigte Wacken einmal mehr, dass man auch nach einem harten Tag zu später Stunde noch ordentlich feiern kann. Beim Veitstanz stand dann auch plötzlich wieder Alea von SALTATIO MORTIS auf der Bühne und performte zusammen mit der Band. Das war wirklich cool.
Zu guter Letzt verabschiedeten wir uns an dem Abend aber auch noch von der brasilianischen Thrash-Metal-Legende SEPULTURA. Wir konnten noch knapp 20 Minuten sehen und es war wirklich schön, dass wir es noch schafften. Selbst Lotti hatte Gefallen an ihnen gefunden. Refuse/Resist, Arise und auch Roots Bloody Roots konnten wir noch mitnehmen und das war doch irgendwie noch eine Befriedigung, SEPULTURA ein letztes Mal gesehen zu haben. Gegen halb drei nachts gingen wir dann ins Lager zurück. Der Tag hatte uns alles abverlangt, aber es war auch sehr schön. Am Zelt angekommen, stellten wir jedoch schnell fest, dass wir noch einen Tag vor uns hatten und auch der sollte es in sich haben.
Tag 7 - Samstag, 01.08.2026
Wir waren so im Arsch am nächsten Morgen, aber trotzdem hatte ich mein tägliches Date um 10 Uhr im Pressezelt.
Nachdem wir die Fotopässe geholt hatten, gab es erst einmal etwas Kultur. THORSTEN STRÄTER war zurück auf der Bühne, und es war schön, ihn zu sehen. Ich liebe seinen Humor und seine trockene Art, und ich freute mich riesig auf seinen Auftritt. Pünktlich um 11:00 Uhr betrat er die W:E:T: Stage. Diese war so gut gefüllt, dass man wirklich darüber nachdenken sollte, ihn auf die Hauptbühne zu lassen. Seine Show war lustig und THORSTEN super sympathisch. Er nahm viel Bezug auf seine vorherigen Wacken-Auftritte und feierte das Festival ebenso wie alle Anwesenden. Das war ein schöner Start in den Tag.
Auf das, was danach kommen sollte, waren wir aber nicht vorbereitet. Also Lotti nicht, ich zum Glück zum Teil. Die Schweden von ORBIT CULTURE kamen, sahen und zerstörten alles Bisherige der bisherigen Tage! Der absolut beste Auftritt des WOA 2026 fand genau zu diesem Zeitpunkt statt, und wir waren mittendrin. Im Fotograben vibrierten meine Nasenflügel, und als sich die Soundwand öffnete, fegten sie alles weg.
ORBIT CULTURE sind zu 100 % die neuen Headliner des Metals. Was war das für ein Abriss. Ich sah sie schon vor ein paar Jahren beim Party.San, aber das Ding hier? Die Show toppte alles! Der Sound, die Songs und die Eier, die diese Band hat, hätten selbst SLIPKNOT 2022 alt aussehen lassen. Meine Fresse, war das geil! Selbst Lotti wirkte nach der Show euphorisiert und war verliebt in die Jungs.
Was sollte jetzt noch kommen? Jede Band danach wirkte, wie eine Kindergarten Spieltruppe die frisch den Sandkasten verlassen hatte. NEVERMORE waren wieder zurück auf der Bühne und sie waren geil, gerade ihr neuer Sänger Berzan Önen ist ein mehr als würdiger Ersatz für Warrel Dane, der 2017 verstarb. Es ist schön, dass NERVERMORE zurück sind und ich freue mich bereits jetzt auf neue Musik der Combo.
Danach gingen wir zu ANGELUS APATRIDA. Die Thrasher lieferten auch ein fettes Brett ab, aber wir waren immer noch so geflashed von ORBIT CULTURE, dass sie es schwer hatte Lotti und mich zu überzeugen. Das Puplikum feierte sie aber sehr gut ab. ANGELUS APATRIDA könnte auch noch eine sehr wichtige Band für die Zukunft werden.
Im Anschluss betrat dann LAMB OF GOD die Harder Stage. Hier wurden auch keine Gefangenen gemacht. LAMB OF GOD walzten das Feld nieder. Sänger Randy war durch seine Power-Ansagen auch extrem sympathisch und hatte die Menge in seiner Hand, und bei Redneck gab es dann auch kein Halten mehr. Der Acker staubte und tobte, und es wurde abgerissen. So sehr, dass wir uns eine Pause genehmigen mussten.
Eigentlich wollte ich Lotti AIRBOURNE nahelegen, aber wir mussten uns die Show in der United Area angucken. Leider bekamen wir wenig mit, da Lotti auf irgendwas allergisch reagierte. Ich ging dann zu ARCH ENEMY in den Fotograben und stellte dabei fest, dass meine Cam ausgestiegen war. Sie machte einfach keine Bilder mehr, und meine Ersatzcam lag natürlich im Auto. Das wurmte mich richtig, aber wir hatten zu dem Zeitpunkt andere Sorgen.
Nach vier Liedern gingen wir zum Sanizelt des Wackens. Lotti wurde dort erst einmal mit Inhalation versorgt, und ich guckte mir ARCH ENEMY von Weitem an. Es war echt krass, muss ich sagen. Mit Lauren haben Michael und seine Jungs eine Sängerin gefunden, die wirklich sehr nah an Angela herankommt und Alissa echt in den Schatten stellt. Ich war beeindruckt von ihrer Stimme und freue mich schon auf weiteres neues Material.
Zwischendurch guckte ich mir auch einen Song von DRITTE WAHL auf der Headbanger Stage an und muss sagen, dass hier auch ganz schön abgerissen wurde. Das hätte ich nicht gedacht. Nachdem sich Lotti wieder einigermaßen gefangen hatte, kamen wir auch langsam zum Finale des Wacken Open Airs 2026.
POWERWOLF enterten die Faster Stage. 2022 sah ich sie das erste Mal bewusst live, und ich fand sie wirklich cool. 2026 hat sich wenig verändert. Die Musik ist zwar Heavy Metal voll nach Lehrbuch, aber Shows machen können sie.
Lotti kam auch langsam wieder in Fahrt, und so genossen wir die Klänge von POWERWOLF und die untergehende Sonne … und die Wärme ihrer gottverdammten Pyroshow.
Nach POWERWOLF gab es dann das PROMOTERS FAREWELL. Hier werden immer die neuen Bandankündigungen für das nächste Jahr rausgehauen, Thomas und Holger bedanken sich bei den Fans und es wurde gezündelt, was das Zeug hielt. Wir wollten es uns zwar erst nicht angucken, da wir zur Louder Stage wollten, aber als dann die Klänge von FIVE FINGER DEATH PUNCH kamen und sich der Holy Ground in ein Land aus Laser und Feuer verwandelte, waren wir gehypt. Das Line-up für 2027 ist auch echt ein Brett, zumindest für uns, aber dazu komme ich später noch mal.
Wir gingen zur Louder Stage, wo TRIPTYKON bereits angefangen hatten zu spielen. Ich hatte einen Fotopass, aber aufgrund technischer Probleme konnte ich leider nicht fotografieren, was mich immer noch wurmte. Lotti sah TRIPTYKON ja bereits letztes Jahr beim Party mit ihrem CELTIC FROST-Set. Diesmal spielten sie mehr TRIPTYKON-Songs und alte CELTIC FROST-Stücke. Lotti sagte nach dem Konzert zu mir, dass sie nicht versteht, wie so ein sympathischer Sänger solche Musik spielen kann. Da kann man sich ja nur die Pulsadern aufschneiden ... stimmt! Aber es war trotzdem schön. Als Tom dann den Song Progeny ansagte und meinte, dass er ihn das letzte Mal vor 20 Jahren hier in Wacken mit CELTIC FROST gespielt hat, wurde mir noch einmal klar, wie viel ich hier schon gesehen und erlebt hatte.
Sehr schön war auch, dass sie bei A Dying God Coming Into Human Flesh ausschließlich Martin Eric Ain auf der LED-Wand zeigten. Das war für mich schön zu sehen. Generell war der Auftritt von TRYPTIKON schon sehr gut, aber auch sehr runterziehend. Eigentlich hätte man von der Stimmung her hier das Festival beenden müssen, aber nein: Als wir wieder zurückkamen und SABATON auf der Bühne erblickten, entfachte die Pyro-Feuer-Abriss-Show von ihnen auch noch das letzte Feuer in uns.
SABATON hatten neben dem kompletten Feuerwerksarsenal des Polenmarktes aber auch einen verdammten Panzer auf der Bühne, auf dem das Schlagzeug stand, und er konnte auch noch fliegen. Das war schon eine echt krasse Mega-Show gewesen. Die letzten 45 Minuten wurde aus allen Rohren geschossen. Die Klassiker liefen über die Bühne, das Feuer machte die Nacht zum Tag und SABATON bewiesen, warum sie ganz oben auf dem Flyer standen. Man kann, ähnlich wie bei POWERWOLF, musikalisch von ihnen halten, was man will, aber die Shows von beiden Bands sind schon wirklich von einem anderen Stern.
Nachdem SABATON dann vorbei war, wollten wir eigentlich zurück zum Zelt, aber Lotti und ich entdeckten drei gelbe Quietscheentchen auf der Bühne. Es kam nämlich noch ALESTORM, die ich voll vergessen hatte. Zum Glück blieben wir noch kurz da und genossen das wilde Treiben auf und vor der Bühne. Wirklich, als ALESTORM auch noch anfingen, riesige aufblasbare Entchen in die Menge zu schmeißen, war alles vorbei. Wir genossen es noch einmal, das Treiben auf dem Holy Ground zu sehen, und verabschiedeten uns dann nach einer Woche Wacken vom Festival.
Völlig erschöpft gingen wir ins Bett und uns war aber beiden klar, dass wir dieses Erlebnis niemals vergessen werden.
Was bleibt nach einer Woche Wacken, ca. 98 Kilometern zu Fuß, ca. 40 gesehenen Auftritten/Programmpunkten und etwas mehr als 4.000 Bildern? Richtig, die Lust auf mehr! Wacken 2026 war schon ein ganz schönes Brett mit einer ordentlichen Portion Nostalgie für mich. Für Lotti war es ein tieferes Eintauchen in die Metal-Szene und das erste Wacken vergisst man einfach nicht.
Wie bereits gesagt, ich hatte mein 20-jähriges Jubiläum, zumindest von den Jahren her. Insgesamt war es mein 13. W:O und es war mega. Es ist auch das erste Mal, dass ich mich gefreut hätte, wenn es noch einen oder zwei Tage länger gegangen wäre. Für Lotti wurde das Wacken Open Air zu einem neuen Lieblingsort. Sie lernte viele neue Bands kennen, genoss es, einige ihrer Lieblingsbands zu sehen (TBS, Electric Bassboy und noch einige mehr). Wacken 2026 war im Großen und Ganzen wirklich das Highlight des Jahres für uns.
Es gab aber auch negative Punkte, die ich benennen muss. Zum Ersten fand ich das Bier von Anheuser-Busch Bud echt nicht gut, aber zum Glück gab es hier und dort auch Alternativen, z. B. Honigbier. Was ich echt richtig krass und auch teilweise störend fand, war die Anzahl an Influencern und Content Creatorn. Meine Fresse, wirklich, muss es sein, dass man live bei Twitch streamt, während man nachts mit dem Bus zum Zelt fährt? Nein, ich meine, es waren dort Leute im Bus, die evtl. etwas zu viel getrunken hatten oder erschossen waren, und ich finde, es sollte schon die Privatsphäre dieser Leute respektiert werden.
Generell fand ich es hart zu sehen, wer und was alles eine Akkreditierung bekommen hat und sich auf dem Festival bewegen konnte. Vielleicht ist meine Ansicht da nicht mehr zeitgemäß, aber ich finde, dass auch Streamer für Twitch oder so sich an gewisse Regeln halten sollten und nicht alles ungefiltert und vor allem live ins Netz stellen dürften.
Ansonsten ist und bleibt Wacken einfach ein Festival der Superlative und organisatorisch kann man auch nichts sagen. Selbst das Wetter spielte dieses Jahr mit. Bis auf den Anreisesonntag und einen kleinen Schauer am Donnerstag blieb es trocken und überwiegend sonnig. Wacken 2027, wir kommen liebend gerne wieder, und ihr habt ja bereits auch einige schlagende Argumente vorbereitet.

