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Zephyr's Odem - Monthly Warfare 11-2025

Unsere Alben des Monats November 2025


FEAR CONNECTION – Where Suffering remains (2025)

Where Suffering Remains ist ein schlagender Beweis dafür, dass FEAR CONNECTION zu den interessantesten und vielleicht besten Death-Metal-Bands Deutschlands gehören – nicht, weil sie das Handwerk perfektioniert hätten, sondern weil sie ihr Genre erweitern, veredeln und mit Thrash- und Punk-DNA zu einem eigenen Wesen formen. Ein Album, das gleichzeitig knallt, brennt, gräbt und fräst. Homogen, brutal, spannend

BLIZZEN – Metalectric (2025)

Metalectric macht auf jeden Fall Megalaune und sollte sich baldigst auf dem Plattenteller jedes Old School Heavys drehen. Zu Nebenwirkungen fragt nicht den Arzt oder Apotheker! Fragt mich, und ich sage: Gute Laune, Spaß und fetziger Metal im Ohr.

DEAD HEAD – Repression Tank (2025)

Am Ende bleibt vor allem ein Gedanke: Dead Head haben sich nicht neu erfunden – sie haben sich endlich selbst übertroffen. Es ist brutal, technisch stark, kompromisslos und von vorne bis hinten eine Lehrstunde in Sachen Thrash-Gewalt. Diese Platte ist ein Befreiungsschlag, ein Statement und eine 36 Jahre verspätete Ohrfeige für alle, die dachten, Dead Head hätten ihren Zenit längst hinter sich



VOIDCEREMONY – Abditum (2025)

Ihr steht auf Timeghoul? Imperial Triumphant? Frühere Blood Incantation? Oder dezent dissonantere Chthe'ilist? Dann schlagt hier unbedingt zu, lasst Abditum rotieren, bis ihr es liebt! Denn das wird passieren, mit jedem Hördurchlauf mehr und mehr wachsen VoidCeremony in euer Bewusstsein und fesseln euch, als würdet ihr freiwillig bewegungslos darliegen – und es fühlt sich an, als würdet ihr mit ihnen in ihre zyklopischen Klangwelten gleiten.

DARKLON – Mind Reaper (2025)

Heavyness und Vortrieb paaren sich hier mit Melodien und ausufernden Soli. Zuckerguss-Momente gibt es nicht und gelegentliche Pathos-Ausbrüche fügen sich nicht nur einfach ein, sondern verschmelzen perfekt mit dem treibenden Grundgerüst. Was Heavy/Power Metal angeht, schieben sich DARKLON ganz weit vorn in die diesjährige Rangliste. Πολύ καλά!

SUN OF THE DYING – A Throne Of Ashes (2025)

In nicht ganz 42 Minuten haben SUN OF THE DYING ein beeindruckendes, drittes Album auf den Weg gebracht, welches in seiner Gänze vollkommen überzeugt und in dem Bereich, in diesem Monat, wohl auch in diesem Jahr zu den stärksten Alben zu erklären ist. Doom/Death Metal mit Gothic Elementen kann man eigentlich kaum besser kreieren, neben großartigen Songs, stimmt hier neben der Produktion auch das sehr anschauliche Coverartwork.

OMNIUM GATHERUM – May the Bridges we burn light the Way (2025)

Man sieht: hier ist für jeden was dabei und so war es schon immer und wird es hoffentlich auch immer bleiben. Und wer bisher an der Band vorbeigerutscht ist, kann sich gerne die neue Platte mal in die Playlist schieben und danach die Discographie geben. Ich bin mir sicher, ihr werdet es nicht bereuen!

MAUSOLEUM GATE – Space, Rituals and Magick (2025)

Space, Rituals and Magick ist ein Album, das eigentlich nicht funktionieren dürfte — nicht mit diesem Artwork, nicht mit dieser Schrägheit, nicht mit diesem Retro-Ansatz. Und doch funktioniert es hervorragend. Die Mischung aus Ozzy-naher Stimme, Deep-Purple-charismatischem Keyboard-Spiel und unverschämter 70s-Metal-Nostalgie hat eine derart charmante Sogwirkung, dass man die Band am liebsten dafür umarmen möchte

THE GASÖLINES – Helldorado (2025)

Mir jedenfalls hat der dritte Streich von THE GASÖLINES sehr gefallen, und die Scheibe wird ab sofort aufgelegt, wenn ich mich mal down fühle. Dann begebe ich mich auf die Suche nach dem legendären Helldorado, wo Bier und Benzin fließen und jungfräuliche Highways auf ihre motörisierte Entjungferung warten. Mit viel Gummi auf dem Asphalt.

YARDFIELD COLONY – The Doomestication (2025)

"The Doomestication" ist ein modernes Death-Metal-Statement, das zeigt, wie weit man in diesem Genre kommen kann, wenn man Können, Vision und Ernsthaftigkeit kombiniert. Wenn YARDFIELD COLONY dieses Niveau halten – und alles spricht dafür –, könnte hier etwas richtig Großes heranwachsen. Ich werde sie jedenfalls nicht mehr übersehen. Und DU solltest es auch nicht.

SPOCK’S BEARD – The Archaeoptimist (2025)

Alles ist da, was die Band einst zur Sperrspitze einer ganzen Szene hat werden lassen. Und auch wenn seit den Anfangstagen personell und stilistisch einiges passiert ist, macht ihnen in dieser Form niemand etwas vor. So darf es gerne noch viele Jahre weitergehen und ich freue mich schon jetzt auf die Tour im nächsten Jahr.

DEPRAVITY – Bestial Possession (2025)

DEPRAVITY sind ein gern gesehener Gast bei Zephyr’s Odem, der immer wieder mit Höchstnoten bedacht wurde. Bestial Possession reiht sich genau dort ein und zeigt erneut, was für eine bärenstarke Band die Australier sind. Ich mag sie am liebsten, wenn sie – wie auf Legacy und Rot in the Pit – nicht jeden Takt mit Frickelei überladen, sondern ihre Brutalität in strukturierte Bahnen leiten

BLAZE – Out Through The Door (2025)

Der Sound ist druckvoll, klingt aber nicht modern. Wer mit klassischem Metal, gemixt mit einer Prise Hard Rock was anfangen kann, sollte mal ein bis zwei Ohren riskieren.

MYTHERINE – Lord of Mountains (2025)

Lord of Mountains klingt nach einer Band, die ihre eigene Welt erschaffen hat – und in ihr herrscht sie inzwischen absolut souverän. MYTHERINE liefern melodischen Death Metal voller Bilder, Energie und Weite, mit starken Arrangements, druckvoller Produktion und einer künstlerischen Identität, die sich nicht mehr hinter irgendjemandem verstecken muss

CENTINEX – With Guts and Glory (2025)

With Guts and Glory ist kein Nostalgie-Souvenir, sondern ein Ehrenabzeichen aus frischen Schrammen. Weniger Ikonenduft, mehr Straßendreck. Das Album stolziert nicht, es marschiert – und wer danebensteht, bekommt unweigerlich Staub in die Lunge. Genau so muss Reife klingen: sicher im Selbst und offen für Schlagseite.


HOT OF THE MONTH


MEZZROW – Embrace the Awakening (2025)

Wo Summon Thy Demons für mich „nur“ ein sehr gutes Comeback war, ist Embrace the Awakening das Werk einer Band, die ihren zweiten Frühling richtig nutzt: großartige Thrash-Hymnen, ehrliche Ohrwürmer, eine Produktion mit Eier(stöcken) aus Stahl und Texte, die genug Substanz haben, um mehr als einmal mitgelesen zu werden.


PREMIUM TIP


RISE OF THE NORTHSTAR – Chapter 4: Red Falcon Super Battler-Neo Paris War (2025)

Chapter 4 ist das Upgrade, das ich der Band seit Jahren wünsche. Kein bloßes „mehr vom Gleichen“, sondern „mehr auf den Punkt“. Geiler Rap-Metal, Monster-Grooves, knallharte Produktion — und endlich wieder Songs, bei denen man sich ertappt, wie man die Stirnlampe des gesunden Menschenverstands ausschaltet und den inneren Mecha den roten Knopf drücken lässt. Ich war streng beim letzten Mal, heute bin ich gern begeistert


RESTMÜLL DES MONATS


OF MICE AND MEN – Another Miracle (2025)

Aber eine Band und deren Musik muss sich ja auch mal Nichtfans stellen und da gibt es einige Truppen, die da auch mich oft überzeugen konnten, was hier nicht der Fall ist. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man und ob das den Interpreten überhaupt interessiert, ist da eh nochmal eine andere Sache. Ein Versuch war es wert!



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